Schluss mit Party – Droht der Firma „Tupperware“ jetzt das aus?

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Schluss mit Party - Tupperware in der Krise
Schluss mit Party - Tupperware in der Krise

Tupperpartys, bunte Plastikdosen als Design- und Haushaltsklassiker: Tupperware zählt zu den bekanntesten Herstellern von Kunststoffbehältern. Doch jetzt ist Schluss mit Party.

Die Aktie der „Tupperware“ verabschiedet sich von den Wolken und stürzt in den Keller, wo auch künftig die letzten Frischhaltedosen landen werden. Das US-Unternehmen aus Orlando steckt in der Krise. Der Onlinehandel boomt, die Konkurrenz im Markt verschärft sich, Erlöse sinken von Quartal zu Quartal, der Schuldenberg wird immer größer.

Ende 2013 hatte „Tupperware“ noch einen Aktienwert von mehr als 90 Dollar. Der Aktienbruch am vergangenen Dienstag drückte den Kurs auf ein Rekordtief von unter drei Dollar. Zudem sucht die Firma einen dauerhaften Chef an der Spitze. Vor wenigen Monaten schmiss Chefin Tricia Stitzel nach nur 18 Monaten hin. Als Übergangslösung wurde Chris O’Leary verpflichtet.

Die sogenannten Tupperpartys sind dem Unternehmen jetzt zum Verhängnis geworden. Der Vertriebsweg über Partys ist nicht mehr zeitgemäß. Der Online-Markt boomt. Heutzutage bestellen Kunden ihre Waren online und am nächsten Tag steht das Paket bereits vor der Haustür.

Aufbewahrungsschüsseln für Lebensmittel sind nicht mehr der Hauptgeschäftstreiber. Das Unternehmen, welches seit 75 Jahren auf den eigenen Beinen steht, verdient inzwischen mit Wasserfiltern, Mikrowellen- und Kosmetikprodukten am meisten an Geld. Ob sie sich mit diesen Artikeln wieder erholen können?

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Raffi Gasser
Über Raffi Gasser 820 Artikel
Chefredakteur des Nürnberger Blatt