Versucht China etwas über die Verbreitung des Coronavirus zu vertuschen?

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Symbolbild: Helfer bei der Versorgung von Kranken

In China ist sowohl die Zahl der Todesopfer, als auch die der registrierten Neuinfizierten so sprunghaft angestiegen, wie seit Ausbruch der Krankheit nicht. Einen Tag zuvor sprachen Chinas Behörden davon, dass das Coronavirus teils unter Kontrolle gebracht wurde. Die Ausbreitung war statistisch auch stark rückläufig.

Jedoch zeigen die jetzt veröffentlichten Zahlen genau das Gegenteil. In China haben sich die Todesfälle in der am schwersten betroffenen Provinz Hubei im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. 242 Menschen verstarben innerhalb eines Tages. Insgesamt sind in der Provinz seit Ausbruch im Dezember 1.310 Erkrankte gestorben.

Ende Dezember hatte ein chinesischer Arzt seine Kollegen auf eine mysteriöse Lungenkrankheit aufmerksam gemacht und sie davor gewarnt. Beamten der Gesundheitsbehörde sollen laut Berichten der „New York Times“ schon in der Nacht den Arzt befragt haben, wieso er Informationen über das Virus verbreitet habe. Der Arzt wurde von der Regierung wegen des Streuens von Gerüchten angeklagt. Er selber starb am Coronavirus.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen verzehnfachte sich heute beinahe. Mehr als 14.840 Neuinfizierte wurden festgestellt. Im Vergleich waren am Vortag in Hubei 97 Todesopfer und 1.638 neue Patienten gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Infektionen ist auf dem chinesischen Festland auf mehr als 59.000 gestiegen. Experten vermuten eine sehr hohe Dunkelziffer.

Zudem hat China mitgeteilt, nur noch Patienten als Infiziert einzustufen, wenn sie Symptome zeigen. Menschen die zwar das Coronavirus in sich tragen, jedoch keine Symptome zeigen, werden nicht als infizierte Patienten registriert.

Wie schlimm die Epidemie wirklich ist, kann derzeit nur geraten werden. Zudem bleiben die Fragen offen, ob und wann das Virus überhaupt gestoppt werden kann.

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