Fruchtsaft wird zum Lieblingsgetränk in der Coronazeit

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Saftauswahl - Bild: VdF

Ein besonderer Effekt der Corona-Pandemie zeigt sich derzeit im Getränkemarkt. Fast alle Segmente im Markt der Alkoholfreien Getränke haben in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 teilweise deutliche Zuwächse verzeichnen können. Mit einem Absatzplus von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeigte Fruchtsaft das mit Abstand größte Wachstum.

Bei Wasser und Erfrischungsgetränken lagen die Steigerungen bei 2,2 Prozent beziehungsweise 5,2 Prozent. Besonders stark stieg die Fruchtsaftnachfrage im April. Hier fanden fast 25 Prozent mehr Saftflaschen und -kartons ihren Weg in die Einkaufskörbe der deutschen Verbraucher.

Der Geschäftsführer des „Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie“ Klaus Heitlinger erläutert dazu: „In den vergangenen Wochen und Monaten, in denen die Menschen viel Zeit zuhause verbringen mussten und das Leben von uns allen durch Unsicherheit und Einschränkungen geprägt war, haben die Menschen versucht, über die Ernährung das eigene Immunsystem zu stärken. Das gesunde Image von Fruchtsaft als natürliche Vitaminquelle und Lieferant sekundärer Pflanzenstoffe ließ Verbraucherinnen und Verbraucher verstärkt zu Säften greifen. Neben diesen gesundheitlichen Beweggründen, hat aber auch der Genusswert von Fruchtsäften einen großen Einfluss auf das aktuelle Verbraucherverhalten. Fruchtsäfte werden als ‚Soulfood‘ wahrgenommen und ganz bewusst als kleiner Luxus konsumiert.“

Neben Orangensaft und Apfelsaft, die von Januar bis April jeweils um 18 Prozent beziehungsweise 11,1 Prozent zulegten, sind es gerade die exotischen Fruchtsäfte wie Ananas oder Fruchtnektare wie Mango oder Maracuja, die vermehrt getrunken wurden, wie aus der Statistik hervorgeht. Bei Ananassaft lag die Zunahme sogar bei mehr als 32 Prozent. Mit diesen Getränken holten sich sicherlich viele Menschen den „ausgefallenen Osterurlaub“ symbolisch auf den Frühstückstisch. Klaus Heitlinger ergänzt: „Selbst beim Apfelsaft sehen wir in den Zahlen einen Trend hin zu höherpreisigem Direktsaft. Das hat dazu geführt, dass der Wertzuwachs bei Apfelsaft mit 27,5 Prozent sogar noch deutlicher anstieg, als die Zunahme bei der abgesetzen Menge. Ganz nach dem Motto: ‚Man gönnt sich ja sonst nichts.“‘

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Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie
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