Obama und weitere prominente Politiker halten Reden bei Demokraten-Parteitag

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Ex-US-Präsident Barak Obama
Ex-US-Präsident Barak Obama

Die US-Demokraten setzen bei ihrem Parteitag kommende Woche auf viel Politik-Prominenz und die Strahlkraft von Ex-Präsident Barack Obama und seiner Frau Michelle. Die Demokraten gaben am Dienstag die Liste der Hauptredner für den Parteitag in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin bekannt, bei dem der frühere Vizepräsident Joe Biden offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll. Wegen der Corona-Pandemie wird die viertägige Veranstaltung größtenteils virtuell abgehalten.

Während die frühere First Lady Michelle Obama am Montag kommender Woche sprechen wird, ist ihre Ehemann – der erste schwarze Präsident der US-Geschichte – zwei Tage später am Zug. Auch Ex-Präsident Bill Clinton wird sprechen, ebenso wie seine Ehefrau Hillary, die als Präsidentschaftskandidatin vor vier Jahren dem Republikaner Donald Trump unterlegen war.

Geplant sind auch Reden von einer Reihe von Gouverneuren, Senatoren und Abgeordneten. Darunter befinden sich zahlreiche Politikerinnen, die als mögliche Kandidatinnen für die Vizepräsidentschaft gehandelt werden, unter anderem die Senatorinnen Kamala Harris, Elizabeth Warren und Tammy Duckworth sowie die Gouverneurinnen Gretchen Whitmer aus Michigan und Michelle Luhan Grisham aus New Mexico.

Der Nominierungsparteitag der Demokraten geht vom 17. bis 20. August. Biden wird am letzten Abend des Parteitags seine Rede halten – wegen der Coronavirus-Krise ebenfalls per Videoübertragung.

Es wird erwartet, dass der 77-Jährige in den kommenden Tagen bekanntgibt, mit welcher Vize-Kandidatin an seiner Seite er in den Wahlkampf gegen Präsident Trump ziehen will. Laut „New York Times“ könnte die Entscheidung schon am Dienstag oder Mittwoch verkündet werden. Allerdings hatte sich Biden zuletzt Zeit gelassen.

Der Mitte-Politiker hatte schon im März versprochen, eine Frau als sogenannten Running Mate auszuwählen. In der US-Geschichte gab es noch nie eine Vizepräsidentin, geschweige denn eine Präsidentin. Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai und den folgenden Anti-Rassismus-Protesten wuchs zudem der Druck auf den 77-Jährigen, eine Afroamerikanerin auszuwählen.

Trump sagte derweil am Dienstag, einige Männer könnten dadurch „beleidigt“ sein, dass Biden eine Frau auswähle. „Einige Leute würden sagen, dass Männer dadurch beleidigt werden, und andere Leute würden sagen, dass es okay ist“, sagte der Präsident im Radiosender Fox Sports Radio.

Ohnehin spiele die Wahl des Vize-Kandidaten keine große Rolle, sagte Trump. „Die Leute stimmen nicht für den Vizepräsidenten, sie tun es wirklich nicht.“ Es hätte selbst dann keinen Einfluss, wenn die früheren Präsidenten George Washington oder Abraham Lincoln, wenn sie „von den Toten zurückkehren“, als Vize-Kandidaten aufgestellt würden, sagte Trump.

Der Republikaner will sich am 3. November für eine zweite Amtszeit wiederwählen lassen. In Umfragen liegt er derzeit hinter Biden.

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AFP/Redaktion
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