Deutsches Box-Olympia-Team steckte sich offenbar in Trainingsquartier in Tirol an

Anzeige

Symbolbild: Coronavirus
Symbolbild: Coronavirus

Mehrere Sportler und Betreuer der deutschen Box-Olympiamannschaft haben sich offensichtlich bei einem Trainingslager im österreichischen Ötztal mit dem Coronavirus infiziert. Dies bestätigte der Generalsekretär des Deutschen Boxsportverbands, Michael Müller, dem Magazin „Spiegel“. Die österreichischen Behörden sprachen am Samstag von 26 Infizierten in Verbindung mit einer deutschen Sportgruppe, wollten sich zu deren Identität aber aus Datenschutzgründen nicht näher äußern.

Bis Freitag seien in diesem Zusammenhang 25 Infektionen registrierte worden, am Samstag sei ein weiterer Fall hinzugekommen, teilte das Bundesland Tirol mit. Die Gruppe war in einem Hotel in der Gemeinde Längenfeld bei Sölden untergebracht. Es sei für alle positiv Getesteten sowie deren enge Kontaktpersonen eine zehntägige Quarantäne angeordnet worden. Unter den Infizierten waren offensichtlich sowohl Mitglieder der deutschen Sportlergruppe als auch andere Menschen, die zu ihnen Kontakt hatten.

Laut „Spiegel“ wurden die ersten Infektionen bereits am Mittwoch festgestellt. Wie viele deutsche Sportler betroffen sind, wollte Müller demnach dem Magazin nicht sagen. Unter Berufung auf Angaben von Teilnehmern des Trainingslagers berichtete der „Spiegel“, möglicherweise seien alle 18 Sportler sowie mehrere ihrer Betreuer infiziert. Am Dienstag wiesen einige von ihnen demnach Erkältungssymptome auf. Bei Tests sei dann das Coronavirus nachgewiesen worden.

Die Mannschaft muss wegen der Quarantänevorgaben nun zunächst vor Ort bleiben. Eigentlich sollte das Trainingslager an diesem Samstag enden. Müller sagte dem „Spiegel“, die Sportler hätten keine starken Symptome und würden trotz der Krankheit trainieren. In dem Bericht des Magazins wurde dies allerdings als abwegig bezeichnet.

Die Behörden riefen wegen des Vorfalls alle Menschen, die sich in der vergangenen Woche in bestimmten Supermärkten, Gaststätten und Bars in und bei Längenfeld aufgehalten haben, auf, ihren Gesundheitszustand zu kontrollieren. Bei Auftreten von Corona-typischen Symptomen sollten sie umgehend die Gesundheitsbehörden kontaktieren. In Tirol, insbesondere auch der Landeshauptstadt Innsbruck, sind die Corona-Infektionszahlen wie in ganz Österreich seit einiger Zeit wieder stark gestiegen.

In demselben Hotel bei Sölden waren zuvor auch Fußballer des deutschen Bundesligisten Schalke 04 untergebracht gewesen. Auch hier hatte es einen positiven Corona-Test gegeben, laut Medienberichten bei einem der Spieler. Ein Ende August geplantes Testspiel war deswegen abgesagt worden.

Du bist Künstler? Dann bewerbe Dich jetzt!

FLASH TV – Immer gut informiert!

Anzeige

AFP/Redaktion
Über AFP/Redaktion 7414 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt