Slack vor milliardenschwerer Übernahme durch Software-Riesen Salesforce

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Der Kommunikationsdienst Slack steht vor der Übernahme durch den Software-Riesen Salesforce: Salesforce werde 27,7 Milliarden Dollar (knapp 23 Milliarden Euro) für die Übernahme zahlen, erklärte das in San Francisco ansässige Unternehmen am Dienstag. Der Konzern kündigte zudem an, Slack mit weiteren Funktionen auszustatten. Der Kommunikationsdienst könnte damit zur ernsthaften Konkurrenz für Microsoft Teams werden. 

„Gemeinsam werden Salesforce und Slack die Zukunft von Unternehmens-Software prägen und die Art und Weise verändern, in der jeder in der vollständig digitalen Welt arbeitet“, erklärte Salesforce-Chef Marc Benioff. Slack-Geschäftsführer und -Mitbegründer Stewart Butterfield erklärte, beiden Unternehmen sei die „Vision reduzierter Komplexität, von mehr Leistung und Flexibilität sowie letztlich einem höheren Maß an Anpassungsfähigkeit und organisatorischer Agilität“ gemein. 

Die Vorstände beider Unternehmen haben den Milliarden-Deal bereits bewilligt. Erwartet wird, dass es im kommenden Jahr zu der Übernahme kommt. Zuvor müssen die Behörden und Aktionäre dem Vertrag zustimmen.

Hauptgrund für die milliardenschwere Übernahme ist nach Einschätzung von Analysten der Wunsch von Salesforce, mit dem Software-Giganten Microsoft Schritt zu halten. Im Bereich von Dienstleistungen für Unternehmen befinden sich die beiden IT-Schwergewichte schon länger im Wettbewerb. 

Die Übernahme von Slack werde es Salesforce ermöglichen, Microsoft im Bereich von Tools zur Online-Zusammenarbeit herauszufordern, sagte der Analyst Patrick Moorhead. Ein einfacher Weg sei dies aber nicht: Um wirklich mit Microsoft zu konkurrieren, müsse das kalifornische Unternehmen möglicherweise zusätzlich in Video- und Personal-Productivity-Dienste investieren. Dass Kunden sich nun zugunsten von Slack von Microsoft abwenden würden, glaube er nicht. Slack habe aber den Vorteil, dass es als sehr leicht und nutzerfreundlich angesehen werde.

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AFP/Redaktion
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