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Reifenplatzer auf der Autobahn: So reagieren Autofahrer richtig

Reifenplatzer auf der Autobahn: So reagieren Autofahrer richtig

Reifenplatzer (über soleg)

Ein lauter Knall, das Fahrzeug zieht zur Seite – ein Reifenplatzer zählt zu den gefährlichsten Pannensituationen im Straßenverkehr. Nach Angaben des „ACV Automobil-Club Verkehr“ kommt es in solchen Momenten auf besonnenes Handeln an. Sekunden entscheiden über die Stabilität des Fahrzeugs und die Sicherheit der Insassen.

Ruhe bewahren und Fahrzeug stabilisieren

Platzt ein Vorderreifen, zieht das Auto meist stark zur beschädigten Seite. Bei einem Hinterreifen kann das Heck instabil werden. In beiden Fällen gilt:

Ziel ist es, das Fahrzeug kontrolliert ausrollen zu lassen und sicher den Standstreifen oder eine Notbucht zu erreichen.

Pannenstelle richtig absichern

Ist das Fahrzeug zum Stillstand gekommen, steht die eigene Sicherheit im Vordergrund:

Polizei oder Pannendienst?

Eine Pflicht zur Verständigung der Polizei besteht bei einem reinen Reifenschaden nicht. Sie sollte jedoch informiert werden, wenn Trümmerteile auf der Fahrbahn liegen oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet sind. Bei Verletzten gilt der Notruf 112.

Ein Reifenwechsel am Fahrbahnrand ist erlaubt, birgt jedoch erhebliche Risiken. Auf Autobahnen empfiehlt sich in der Regel die Verständigung eines Pannendienstes.

Wer trägt die Kosten?

Ob eine Versicherung zahlt, hängt von der Schadensursache ab:

Entscheidend sind Ursache und Vertragsdetails.

Häufige Ursachen für Reifenplatzer

Typische Auslöser sind falscher Reifendruck, Überladung, Vorschäden durch Bordsteinkanten oder Schlaglöcher sowie Materialalterung. Reifen verlieren mit den Jahren Elastizität. Der ACV empfiehlt, Reifen ab sechs bis acht Jahren kritisch zu prüfen – unabhängig von der Profiltiefe.

Checkliste zur Vorbeugung

Prävention reduziert das Risiko deutlich – und kann im Ernstfall Leben retten.

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