Kommentar: Der 1. FC Nürnberg bald im Keller?

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Aufstieg in die Bundesliga, Abstieg ins Unterhaus und alles fängt wieder von vorne an. Der 1. FC Nürnberg findet einfach nicht den richtigen Weg und befindet sich nach dem bitteren Abstieg erneut im unteren Viertel der Tabelle. Ist vielleicht einfach das gute alte Sprichwort: „Der Glubb is a Depp.“ Schuld an der Misere?

Warum es immer nur auf und ab geht liegt vor allem daran, dass der Club seit dem Pokalsieg 2007 keine schwarzen Zahlen mehr schreibt. Deswegen konnte der Traditionsverein Spieler wie Gündogan, Wollscheid, Stark, Plattenhardt, Schöpf oder Löwen nie lange halten. Zum Teil mussten die Talentspieler auch unter Wert verkauft werden. Auf gut Deutsch: Der Club ist ein Ausbilderverein. Durch das Auf und Ab kam es jedes Jahr zu einem kleinen Umbruch.

Finanziell betrachtet war es für den 1. FC Nürnberg eine Katastrophe. Auch deswegen ist es schwierig, Jahr für Jahr etwas Brauchbares aufzustellen. Beim vorletzten Abstieg sah es eigentlich gut aus. Der Hoch-Tief-Club hatte den teuersten Kader, den er jemals hatte, aber es lief einfach nicht. Nach dem erneuten Abstieg war wieder Ausverkauf angesagt.

Vier Jahre schlenderte der FCN in der zweiten Liga. Geld für neue Spieler fehlte auf dem Club-Konto. Somit ging es mit einer teils talentierten, aber auch unerfahrenen Mannschaft in die Bundesliga. Ergebnis: Wieder Abstieg. Der Verein war einfach zu schwach. Nach dem neuerlichen Abstieg musste sich grundsätzlich etwas ändern: Robert Palikuća ist neuer Funktionär, Trainer Damir Canadi hat kurzzeitig übernommen. Der „Glubb“ schrieb trotz Abstieg schwarze Zahlen. Der Kader zählt jetzt zu den teuersten der Liga. Aber unter dem Österreicher lief es einfach nicht. Er konnte seine Werte nicht vermitteln. Von 36 Punkten hat der Traditionsverein gerademal 14 erreicht.

Nach der Pleite in Bochum musste Canadi den FCN verlassen. Der gebürtige Stuttgarter Jens Keller ist nun Nachfolger. Er muss alles ändern, sonst wird aus dem Plan, wieder aufzusteigen eher ein Klassenerhalt im Unterhaus oder gar der Abstieg in die dritte Liga.

Der Frust bei den Fans ist ziemlich groß. Der Club muss als Mannschaft zusammenrücken. Keller muss dem Verein defensive Stabilität gewähren und auf die Qualität vorne vertrauen.

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