Suizid: Wie erkenne ich gefährdete Menschen und wie kann ich helfen?

Symbolbild: Suizid

Zuletzt sorgte der Multimillionär und Filmproduzent Steve Bing für Schlagzeilen. Er nahm sich vermutlich selbst das Leben. In Deutschland sterben pro Jahr ebenfalls etwa 10.000 Menschen an einem Suizid. Aber wie erkenne ich die Warnsignale und wie kann ich einem suizidgefährdeten Menschen helfen?

Der Wunsch nach Ruhe

Das Äußern des Wunsches nach Ruhe oder einer Pause kann eine verdeckte Ankündigung von Suizidgedanken sein.

Verabschiedung und Rückzug

Die Verabschiedung von geliebten Menschen und das Schreiben von Abschiedsbriefen oder die Regelung von letzten „Dingen“ ist auch ein mögliches Warnsignal. Auch der Rückzug von Aktivitäten und der Abbruch von Kantakten kann von großer Hoffnungslosigkeit zeugen.

Gleichgültigkeit

Wenn Menschen die Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Gesundheit äußern, sollte unbedingt genauer hingehört werden.

Trifft bei einer Person eines oder mehrere dieser Warnsignale zu, ist unbedingt Folgendes zu beachten:

Den vermutlich Betroffenen direkt auf Suizidgedanken ansprechen! Es ist wichtiger da zu sein, als genau die richtigen Worte zu finden. Dabei ruhig deutliche Formulierungen, wie beispielsweise: „Denkst Du darüber nach, dir das Leben zu nehmen?“, verwenden! In jedem Fall solltest Du dir genug Zeit nehmen, genau zuhören und Verständnis aufbringen, ohne zu urteilen.

Ermutige den Betroffenen schnell professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Das solltest du aber auf keinen Fall machen:

Die Probleme nicht bagatellisieren oder oberflächliche Ratschläge geben! Ein „das wir schon wieder“ ist an dieser Stelle überhaupt nicht angebracht. Vorwürfe, Druck oder Drohungen sind auch nicht hilfreich. Außerdem solltest du niemals damit einverstanden sein, einen möglichen Suizidplan geheim zu halten.

Hilfe gibt es unter anderem bei Notfall- und Beratungsstellen, sowie in Kliniken und bei Psychiatern oder Psychotherapeuten.

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