Rettungsschiff festgesetzt: Fahrverbot für „Sea Watch 3“

Sae Watch 3 - Bild: Chris Grodotzki / Sea-Watch.org / CC BY-SA

Die italienische Küstenwache hat ein Fahrverbot für das deutsche Rettungsschiff „Sea Watch 3“ verhängt. Als Grund gab sie am Mittwochabend „technische und operative“ Sicherheitsmängel und Verstöße gegen Umweltschutzauflagen an. Die „Sea Watch 3“ dürfe erst wieder auslaufen, wenn alle Mängel behoben seien.

Die Inspektion habe diverse Unregelmäßigkeiten technischer und operationeller Natur zu Tage befördert, die nicht nur die Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung, sondern auch die der Geretteten und künftig Geretteter gefährden könne, erklärte die Küstenwache. Nähere Angaben zu den Mängeln machte sie nicht. 

Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea Watch liegt derzeit im  sizilianischen Hafen Porto Empedocle, nach dem es im Juni bei drei Hilfseinsätzen 209 Menschen gerettet hatte. Auf Anordnung der italienischen Regierung befinden sich die Flüchtlinge derzeit auf einer Passagierfähre in Quarantäne. 

Die humanitären Hilfsorganisationen sehen sich durch Kontrollen und Fahrverbote regelmäßig in ihrer Arbeit behindert. Die italienische Küstenwache betont hingegen, es handele sich um routinemäßige Kontrollen der Einhaltung von internationalen und EU-Regeln sowie Vorschriften zum Schutz der Meere.

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