Nach tödlichem Messerangriff auf 15-Jährigen soll Tatverdächtiger in Psychiatrie

Symbolbild: Einsatzwagen der Polizei
Symbolbild: Einsatzwagen der Polizei

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 15-jährigen Fahrradfahrer in Celle soll der mutmaßliche Täter in der Psychiatrie untergebracht werden. Gut vier Monate nach der Tat beantragte die Staatsanwaltschaft Lüneburg ein sogenanntes Sicherungsverfahren gegen den 30-jährigen Tatverdächtigen, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Ziel ist demnach, dass die Unterbringung des Manns in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet wird.

Den Angaben zufolge gestand der Beschuldigte im Zuge der Ermittlungen die Tat vom 7. April und gab an, er habe sich aufgrund eines psychotischen Schubs massiv bedroht gefühlt. Ein von der Staatsanwaltschaft eingeholtes psychiatrisches Gutachten ergab, dass bei dem Mann zur Tatzeit von einer erheblich eingeschränkten beziehungsweise einer womöglich aufgehobenen Steuerungsfähigkeit auszugehen war.

Grund sei eine psychotische Störung im Zusammenhang mit dem Konsum von Suchtmitteln. Ein rassistisches oder rechtsextremes Motiv stellten die Ermittler nicht fest. Das Zufallsopfer stammte aus dem Irak. Das Landgericht Lüneburg muss nun über die Zulassung der Antragsschrift und die Eröffnung des Sicherungsverfahrens entscheiden.

Anzeige

Anzeige

Über Redaktion 29644 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt und FLASH