Fitnessangebote mit elektrischer Muskelstimulation schneiden in Test mäßig ab

Symbolbild: Muskeltraining
Symbolbild: Muskeltraining

Schnelle Fitness durch kleine Stromschläge – das versprechen viele Fitnessstudios mit der Methode der elektrischen Muskelstimulation (EMS). Nach einem Test der sechs größten deutschen EMS-Ketten zog die Stiftung Warentest allerdings am Dienstag ein ernüchterndes Fazit. Alle Ketten schwächelten bei Trainingsumsetzung und -bedingungen. Nur eine Kette habe den Fitnesszustand ihrer Kunden vorab analysiert, auch das Schmerzempfinden sei nicht richtig abgefragt worden, hieß es.

Eine Kette wurde von den Testern mit „gut“ bewertet, die fünf anderen schnitten „befriedigend“ ab. Stiftung Warentest kritisierte außerdem, dass Trainings oft mit zu vielen Teilnehmern stattfänden. Ein Trainer sollte laut der Stiftung maximal zwei Teilnehmer gleichzeitig betreuen.

Beim EMS legt der Sportler Funktionswesten mit Elektroden an und absolviert Übungen, während Strom an seine Muskulatur geleitet wird. Der elektrische Reiz löst eine Muskelkontraktion aus. Die Trainingseinheiten dauern der Stiftung zufolge in der Regel 20 Minuten und kosten zwischen 20 und 40 Euro.

Die Trainingsmethode ist beliebt: Mehr als tausend spezielle EMS-Studios gibt es inzwischen laut Stiftung Warentest in Deutschland, 2018 ließen sich so rund 200.000 Menschen unter Strom setzen. Experten empfehlen die Methode für Ältere. Wird das Training nicht sachgemäß ausgeführt, kann es die Muskulatur schädigen.

Anzeige

Anzeige

Über AFP/Redaktion 28041 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Jeder Kommentar ist willkommen. Bitte beachte: Um die missbräuchliche Nutzung der Kommentarfunktion (Hassrede, Hetze, Spam, Links u. Ä.) zu verhindern, musst du deinen Klarnamen (bestehend aus Vor- und Nachname) und deine E-Mail-Adresse (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht) angeben. Sobald dein Kommentar geprüft wurde und dieser nicht gegen die Netiquette verstößt, wird er durch die Redaktion freigeschalten und veröffentlicht.