Mehr als 3,6 Millionen Menschen erhielten 2018 Diagnose Neurodermitis

Symbolbild: Diagnose
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Mehr als 3,6 Millionen Menschen in Deutschland haben im Jahr 2018 die Diagnose Neurodermitis erhalten. Betroffen davon waren vor allem Kleinkinder, wie aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Analyse der Krankenkasse Barmer hervorgeht. So stellten Ärzte bei mehr als 226.000 Jungen und knapp 186.000 Mädchen zwischen einem und fünf Jahren Neurodermitis fest. Das entsprach bei den Jungen dieser Altersgruppe einem Anteil von rund 14,2 Prozent und bei den Mädchen einem Anteil von 12,3 Prozent.

Unter den Fünf- bis Neunjährigen war der Anteil der Betroffenen mit rund 9,9 Prozent bei Jungen und 9,8 Prozent bei Mädchen etwa gleich. Ab dem zehnten bis zum 85. Lebensjahr litten demnach Frauen häufiger unter einem sogenannten atopischen Ekzem als Männer. Besonders deutlich war der Unterschied mit beinahe 80 Prozent in der Altersklasse der 40- bis 45-Jährigen. Hier stellten Ärzte bei 2,47 Prozent der Männer und 4,43 Prozent der Frauen eine Neurodermitis fest.

Vergleichsweise häufig tritt Neurodermitis auch in Ostdeutschland auf. Im Jahr 2018 wurde die Krankheit bei 5,54 Prozent der Bevölkerung in Sachsen diagnostiziert, gefolgt von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die niedrigsten Raten gab es der Analyse zufolge in Bayern mit 3,82 Prozent und Schleswig-Holstein mit 3,83 Prozent.

Die häufigeren Diagnosen in Ostdeutschland könnten den Barmer-Experten zufolge auch mit einem verstärkten Flug vereinzelter Pollenarten vor Ort zusammenhängen, wie es im Jahr 2018 der Fall war. Bis zu 80 Prozent der Neurodermitispatienten reagieren empfindlich auf Umweltallergene wie Pollen, die einen Ekzemschub auslösen können. Da Betroffene ohnehin eine sehr durchlässige Hautbarriere hätten, könnten Pollen leichter eindringen und dort eine Entzündungsreaktion auslösen.

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