Oper in Madrid wehrt sich gegen Vorwurf zu laxer Corona-Maßnahmen

Teatro Real - Fss.fer / CC BY-SA
Teatro Real - Fss.fer / CC BY-SA

Das Opernhaus Teatro Real in Madrid sieht sich mit heftiger Kritik wegen angeblich zu laxer Corona-Regeln konfrontiert. Nachdem eine Aufführung am Sonntagabend von protestierenden Zuschauern massiv gestört worden war, verteidigte sich das renommierte Opernhaus gegen die Vorwürfe. Das Teatro Real habe die von der Madrider Regionalregierung verhängten Corona-Auflagen beachtet und diese „sogar verstärkt“, sagte am Montag der Verwaltungschef der Oper, Gregorio Marañón.

Die Aufführung von Giuseppe Verdis „Ein Maskenball“ war von einigen Zuschauern aus Protest dagegen, dass sie ihrer Ansicht nach zu eng beieinander saßen, durch permanentes Klatschen und Zwischenrufe gestört worden, wie in Webvideos zu sehen war. Die Aufführung wurde daraufhin abgebrochen.

Die Proteste kamen von den hintersten und damit preiswertesten Zuschauerrängen. In den Videos war zu sehen, dass dort fast jeder Sitz besetzt war. In den vorderen teureren Reihen waren hingegen viele Sitze leer. 

Das Teatro Real teilte mit, die lautstarken Proteste seien weiter gegangen, obwohl den Protestierenden per Lautsprecheransage angeboten worden sei, auf andere Plätze zu wechseln oder ihre Eintrittspreise erstattet zu bekommen. Deswegen sei der Abbruch der Vorstellung nötig geworden.

Marañón sagte, es seien nur 51,5 Prozent der Sitze belegt gewesen, während die Behörden eine Belegung von bis zu 75 Prozent erlaubten. Auch sähen die Auflagen nicht vor, dass jeweils ein Platz zwischen den Zuschauern frei bleiben müsse. Vielmehr gelte lediglich, dass es einen Abstand von 1,50 Meter zwischen den Zuschauern geben müsse. Laut Marañón prüft das Teatro Real nun aber mögliche weitere Corona-Maßnahmen.

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