Report: Operationen in Kliniken mit viel Erfahrung reduzieren Komplikationen

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Symbolbild: Ärzte um einen Patienten vor eienr Operation - Bild: gpointstudio - Adobe Stock

Operationen in Kliniken mit viel Erfahrung reduzieren Komplikationen und die Zahl der Wiedereinweisungen. Der am Donnerstag veröffentlichte Krankenhausreport der Barmer legt nahe, dass viele Todesfälle durch einen Eingriff in einem Krankenhaus mit mehr Fallzahlen vermeidbar wären. „Gelegenheitsschirurgie gefährdet Leben“, befand die Kasse.

Jedes Jahr sterben demnach in Deutschland etwa hunderttausend Menschen nach einer Operation im Krankenhaus. Allein bei Eingriffen wie bei Pankreas- und Darmkrebs könnten laut Barmer in zehn Jahren knapp 3800 Todesfälle verhindert werden, wenn diese Operationen in Krankenhäusern mit doppelt so hohen Fallzahlen vorgenommen würden.

Trotzdem erfolgten immer noch viele Eingriffe in Häusern, die vergleichsweise wenig Erfahrung hätten, lautet die Kritik. Die gesetzlichen Krankenkassen, nicht nur die Barmer, kritisieren seit Jahren, dass es zu viele Krankenhäuser und zu wenig Spezialisierung gebe.

Der Krankenhausreport untersuchte exemplarisch fünf Indikationen. Dazu gehören die Adipositaschirurgie, Operationen an der Wirbelsäule sowie Eingriffe bei Bauchaortenaneurysmen, Darmkrebs und Pankreaskrebs. Ausgewertet wurden die 30-Tage-Sterblichkeit, Wiedereinweisungsraten und Komplikationen sowie der Anfahrtsweg zu den Kliniken.

Demnach erreicht die große Mehrheit der Bevölkerung ein Krankenhaus mit einer hohen Fallzahl innerhalb von einer Stunde. „Vor allem bei komplizierten Eingriffen sollten hohe Fallzahlen und Spezialistenteams bei der Auswahl gewichtiger sein als die unmittelbare Wohnortnähe“, erklärte Barmer-Chef Christoph Straub.

Vor allem bei den Krebsoperationen, aber auch der Adipositaschirurgie zahlt sich dem Report zufolge Erfahrung aus. Bei örtlichen Tumorentfernungen im Fall von Darmkrebs verringert eine Verdopplung der Fallzahl im betreffenden Krankenhaus die Sterblichkeit von 4,4 Prozent auf 3,6 Prozent, wie Studienautor Boris Augurzky vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung erklärte. Außerdem werde die Komplikationsrate von 16,6 Prozent um zwei Prozentpunkte verringert.

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