Sechs weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Brandenburg bestätigt

Wildschweine
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In Brandenburg ist die Zahl der an der Afrikanischen Schweinepest verendeten Wildschweine auf 13 gestiegen. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut, habe sechs weitere Fälle bestätigt, teilte das  Verbraucherschutzministerium in Potsdam am Freitag mit. Die Fundorte der Wildschwein-Kadaver lagen demnach in dem bereits als gefährdet eingestuften Gebiet um den ersten Fundort im Landkreis Spree-Neiße.

„Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weitere infizierte Wildschweine finden“, erklärte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Bei der Suche nach Kadavern sind demnach geschulte Such- und Bergungsteams sowie Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Drohnen im Einsatz. Ab Montag kommen Hundestaffeln aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz hinzu.

Um das gefährdete Gebiet herum haben die betroffenen Landkreise nach Angaben des Ministeriums inzwischen eine rund 2300 Quadratkilometer große Pufferzone eingerichtet, die als seuchenfrei gilt. In dieser Pufferzone soll nun unter anderem verstärkt nach Kadavern gesucht werden.

Für Menschen ist die Schweinepest ungefährlich, für Haus- und Wildschweine hingegen ist die Seuche tödlich. Landwirte fürchten bei einer Ausbreitung große wirtschaftliche Schäden. Unter anderem China verbot bereits als Reaktion auf den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland in der vergangenen Woche den Import von Schweinefleisch aus Deutschland.

Seit Herbst 2019 waren mehrere Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Westpolen bekannt geworden. Außerdem wurde die Tierseuche unter anderem schon im Baltikum, in Bulgarien und Rumänien sowie in Belgien nachgewiesen.

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