Nato gründet Weltraumzentrum in Ramstein

Symbolbild: Space Centre - Bild: doondevil via Twenty20
Symbolbild: Space Centre - Bild: doondevil via Twenty20

Die Nato will ein eigenes Weltraumzentrum in Deutschland gründen. Es soll beim bestehenden Luftwaffenkommando der Allianz im rheinland-pfälzischen Ramstein angesiedelt werden, wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch sagte. Er verwies darauf, dass Länder wie Russland und China Systeme entwickelten, um „Satelliten zu blenden oder abzuschießen“. Darauf müsse die Nato reagieren, weil Satelliten wesentlich für ihre Navigation, Kommunikation und Frühwarnsysteme zu Raketenstarts seien. 

Die Nato hatte den Weltraum 2019 zum neuen Einsatzbereich erklärt. Er ist damit das fünfte Operationsgebiet neben den traditionellen Bereichen Land, Luft und See und seit 2016 auch dem Cyberspace. 

Er erwarte, dass die Verteidigungsminister bei ihrer Video-Konferenz am Donnerstag das Weltraumzentrum beschließen würden, sagte Stoltenberg. Es werde „eine zentrale Anlaufstelle sein, um Nato-Missionen mit Kommunikations- und Satellitenbildern zu unterstützen“. Zudem gehe es darum, „Informationen über potenzielle Gefahren für Satelliten auszutauschen“. Ziel der Nato sei aber „nicht die Militarisierung des Weltraums“, betonte Stoltenberg. 

Die Bundeswehr hatte im September ihre Kräfte bei der Sicherheit im Luft- und Weltraum gebündelt. Sie stellte in Uedem und Kalkar am Niederrhein ein neue organisiertes Zentrum für Luft- und Weltraumoperationen in Dienst. Zu den zentralen Aufgaben zählt neben dem Schutz von Satelliten vor Angriffen auch die Identifizierung von Gefahren, die von Weltraumschrott im Erdorbit ausgehen.

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