Zehn Millionen schwedische Kronen und enormes Renommee: Zahlen und Fakten zu den Nobelpreisen

Symbolbild: Nobelpreis
Symbolbild: Nobelpreis

Kaum eine andere Auszeichnung erregt so viel Aufmerksamkeit und ist so renommiert: In diesen Tagen werden die Träger der Nobelpreise des Jahres 2020 bekannt gegeben. Den Auftakt machte am Montag der Medizinnobelpreis, am Dienstag wird der Physik-Nobelpreis verliehen, es folgen die Kategorien Chemie, Literatur, Frieden und Wirtschaftswissenschaften. Hier einige interessante Fakten zu den Nobelpreisen:

– Fünf Preise stiftete der Industrielle und Philanthrop Alfred Nobel (1833 – 1896) in seinem Testament: Medizin, Chemie, Physik, Literatur und Frieden. Sie werden seit 1901 verliehen. Den sogenannten Wirtschaftsnobelpreis lobte die Bank von Schweden „in Erinnerung an Alfred Nobel“ im Jahr 1968 aus.

– Das Preisgeld beträgt seit diesem Jahr zehn Millionen schwedische Kronen (rund 950.000 Euro), die sich die Preisträger derselben Kategorie teilen müssen. Am häufigsten strichen Träger des Literaturnobelpreises das Preisgeld allein ein – 108 Mal gab es nur jeweils einen.

– Deutschland hat bislang 84 Nobelpreisträger – 29 aus der Fachrichtung Chemie und lediglich einen aus den Wirtschaftswissenschaften.

– Sechs Preisträger lehnten die Annahme ab. Der Franzose Jean-Paul Sartre (Literatur, 1964) und der Vietnamese Le Duc Tho (Frieden, 1973) taten es aus freien Stücken. Vier weitere wurden von Diktaturen – im nationalsozialistischen Deutschland und in der Sowjetunion – zur Ablehnung gezwungen.

– 49 Mal wurde ein Nobelpreis nicht vergeben – am häufigsten traf es den Friedensnobelpreis, der allein 19 Mal nicht verliehen wurde, zuletzt im Jahr 1972. Die Vergabe des Literaturnobelpreises fand 2018 nicht statt wegen eines Vergewaltigungsskandals im Umfeld der Schwedischen Akademie, die für die Vergabe dieses Preises zuständig ist. Im folgenden Jahr wurde die Vergabe des Preises jedoch nachgeholt.

– 50 Jahre werden die Dokumente über die Diskussionen in der Nobel-Jury geheim gehalten.

– Nur 54 Frauen finden sich unter den hunderten Preisträgern, unter ihnen die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie (Physik, 1903 und Chemie, 1911). Frauen machen damit nur etwa fünf Prozent der Geehrten aus.

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