Siemens verkauft Getriebe-Tochter für zwei Milliarden Euro an Investor

Firmenstandort von Siemens - Bild: Siemens AG
Firmenstandort von Siemens - Bild: Siemens AG

Der Industriekonzern Siemens baut weiter um und verkauft seine Getriebe-Tochterfirma Flender an den US-Investor Carlyle. Nach der Zustimmung von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichnete Siemens eine Kaufvereinbarung mit Carlyle, wie der Münchner Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Kaufpreis beträgt demnach gut zwei Milliarden Euro. Die Übernahme soll nach ausstehenden Freigaben durch die Behörden im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden.

„Mit dem Verkauf von Flender führen wir unsere Strategie zu einer neuen, fokussierten Siemens AG erfolgreich und konsequent weiter“, erklärte Siemens-Chef Joe Kaeser. „Die rasche Entscheidung“ schaffe Planungssicherheit für Kunden und Mitarbeiter. Ursprünglich hatte Siemens für den nach eigenen Angaben „weltweit führenden Hersteller von mechanischen und elektrischen Antriebssystemen“ eine Börsennotierung vorgesehen. Erst Ende September hatten die Münchner ihre einstige Energiesparte Siemens Energy an die Börse gebracht.

Carlyle wolle Flender neu ausrichten und dessen Wachstum vorantreiben, erklärte Siemens am Donnerstag weiter. In diesem Zusammenhang habe der Investor „langfristige und verlässliche Zusagen“ an die Flender-Belegschaft gemacht. Welche das sind, teilte Siemens nicht mit.

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