GroKo will private Kassen an Finanzierung der Impfungen beteiligen

Symbolbild: Impfung - Bild: TatianaMara via Twenty20
Symbolbild: Impfung - Bild: TatianaMara via Twenty20

Die große Koalition will einem Bericht zufolge die Private Krankenversicherung (PKV) bei der Finanzierung der bevorstehenden Corona-Impfungen in die Pflicht nehmen. Ein Änderungsantrag zum geplanten Bevölkerungsschutzgesetz sehe vor, dass sich die privaten Kassen entsprechend dem Anteil der privat Versicherten an der Gesamtbevölkerung beteiligen sollten, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) am Donnerstag. 

In dem Änderungsantrag heißt es den Angaben zufolge, die Finanzierung von COVID-19-Schutzimpfungen in Impfzentren solle einfach und effizient gestaltet werden, um hohe Impfquoten und eine schnelle Impfung zu erreichen. Daher solle es keine Einzelfallabrechnung geben, sondern eine pauschale Finanzierung. Eine Beteiligung der privaten Krankenversicherungsunternehmen sei „entsprechend dem Anteil der bei ihnen Versicherten an der Gesamtbevölkerung sachgerecht“, heißt es den Angaben zufolge in dem Änderungsantrag. Das wäre demnach ein Kostenanteil von etwa zehn Prozent. 

Bisher beteiligt sich die PKV dem Bericht zufolge nur im Rahmen der individuellen Versicherungsverträge an den Pandemiekosten. Alle Tests werden hingegen aus den Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. Das gilt auch für einen Großteil der erhöhten Kosten der Kliniken.

Das derzeit im Bundestag beratene Bevölkerungsschutzgesetz sieht vor, dass die künftigen Corona-Impfungen auch Menschen ohne Krankenversicherung zur Verfügung stehen sollen. Momentan gibt es große Hoffnungen auf eine baldige Zulassung eines Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer.

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