Daimler verkauft Smart-Fabrik im französischen Hambach an britischen Ineos-Konzern

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Symbolbild: Mercedes Benz (Daimler)

Daimler verkauft sein Smart-Werk im französischen Hambach an den britischen Konzern Ineos. Die meisten der etwa 1500 Beschäftigten am Standort sollen aber dort bleiben – insgesamt 1300 Beschäftigte im Werk selbst „und von Systempartnern am Standort“ hätten ein Angebot zur Beschäftigungssicherung angenommen, erklärte Daimler am Dienstag. Das britische Unternehmen Ineos Automotive wird demnach die Smart-Fabrik „nach Klärung der letzten Details in den nächsten Wochen übernehmen“.

„Gemeinsam mit den Sozialpartnern, der Politik und dem Käufer Ineos Automotive haben wir für Hambach eine tragfähige Lösung gefunden, die dem Standort eine klare Zukunftsperspektive bietet“, erklärte Daimler-Vorstand Markus Schäfer. Bislang baut Daimler in dem elsässischen Werk nahe der deutschen Grenze den elektrischen Smart EQ. Der Autobauer hatte bereits im Sommer angekündigt, sich von dem Werk trennen zu wollen – zugunsten eines effizienteren globalen Produktionsnetzwerkes, wie er am Dienstag betonte. Die neue Generation Smart-Elektrofahrzeuge soll in China in Kooperation mit dem dortigen Partnerhersteller Geely gebaut werden.

Der Käufer – die im Aufbau befindliche Automobilsparte des britischen Mischkonzerns Ineos – wird in Hambach vorerst die Smart-Produktion für Daimler fortsetzen. Gleichzeitig soll dort ab Ende 2021 mit dem „Ineos Grenadier“ ein Geländewagen vom Band laufen, wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte. „Hambach war eine einzigartige Gelegenheit für uns, die wir uns einfach nicht entgehen lassen konnten“, erklärte Ineos-Chef Jim Ratcliffe.

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