Immer mehr Kinder und Jugendliche werden zu Opfern von Cybermobbing

Cybermobbing
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Immer mehr junge Menschen in Deutschland werden einer neuen Studie zufolge zu Opfern von Cybermobbing. Der Anteil der betroffenen Acht- bis 21-Jährigen habe sich in den vergangenen drei Jahren um etwas mehr als ein Drittel erhöht und liege inzwischen bei 17,3 Prozent oder etwa einem Sechstel, teilten die Techniker Krankenkasse und das Bündnis gegen Cybermobbing am Mittwoch in Karlsruhe und Hamburg mit. Sie erstellen alle drei Jahre eine Studie dazu.

Die Untersuchung basiert auf Befragungen von Schülern, Eltern und Lehrern. In der Umfrage unter Schülern gab demnach ein Viertel aller 13- bis 17-Jährigen an, schon einmal Cybermobbing erlebt zu haben. Laut der Elternbefragung wurde darüber hinaus bereits jeder zehnte Grundschüler einmal zum Opfer von Cybermobbing. Die Techniker Krankenkasse warnte vor teilweise schweren Auswirkungen.

„Mobbing kann massive Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit haben – dazu gehören zum Beispiel Ängste, Schlafstörungen und Depressionen“, erklärte Vorstandschef Jens Baas. „Gerade Kinder und Jugendliche sind emotional besonders verletzlich“. Nicht selten litten Mobbingbetroffene deshalb noch jahrelang an den Spätfolgen.

Das Bündnis gegen Cybermobbing warnte vor weiteren Verschärfungen des Problems in der Coronakrise. In Zeiten von Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen verlagerten sich die sozialen Kontakte von Jugendlichen noch mehr ins Internet, erklärte der Vorsitzende Uwe Leest. Die Ergebnisse zeigten zugleich, dass sich Mobbing zuletzt verschlimmert habe. „Es zeigt sich ganz deutlich, dass heute gezielter und härter gemobbt wird als noch vor drei Jahren.“

Das Bündnis gegen Cybermobbing ist ein 2011 gegründeter Verein, der das Problem mit Aufklärungsarbeit und Schulungen bekämpfen will. In ihm sind Eltern, Pädagogen, Juristen, Mediziner und Forscher zusammengeschlossen. Alle drei Jahre initiiert das Bündnis mit der Techniker Krankenkasse eine großangelegte Studie. In diesem Jahr wurden insgesamt mehr als 6000 Schüler, Eltern und Lehrer befragt.

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AFP/Redaktion
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