Stau in britischen Häfen zwingt Honda zu Produktionspause wegen fehlender Teile

Honda-Händler
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Der japanische Autohersteller Honda hat die Produktion in einer britischen Fabrik ausgesetzt, weil wegen überfüllter Häfen im Vereinigten Königreich der Nachschub mit Teilen für den Autobau stockt. Die Fertigung in der Fabrik in der südenglischen Stadt Swindon werde wegen „Verspätungen bei der Versorgung mit Bauteilen“ unterbrochen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Wie lange die Produktionspause dauern werde, ließ Honda zunächst offen. Ziel sei jedoch eine schnellstmögliche Wiederaufnahme der Arbeit.

Grund für die Überlastung mehrerer großer Häfen in Großbritannien sind die stockenden Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich über ein Post-Brexit-Handelsabkommen. Viele Unternehmen decken sich deshalb mit Gütern aus der EU ein.

Beide Seiten hatten in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Kompromissbereitschaft angemahnt, um ein Scheitern der Gespräche und das No-Deal-Szenario mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft zu verhindern. Inzwischen ist die Zeit für eine rechtzeitige Ratifizierung eines Abkommens bis zum 1. Januar äußerst knapp.

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