„Trier trauert, Trier leidet, Trier resigniert aber nicht“

Bild: glomex

Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Trier am Mittwoch der fünf Toten der Amokfahrt von Dienstag gedacht. „Trier trauert, Trier leidet, Trier resigniert aber nicht“, sagte Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) bei der Gedenkveranstaltung vor der Porta Nigra. Seit dem Zweiten Weltkrieg sei in der Stadt so etwas Schreckliches nicht mehr passiert. Leibe appellierte an die Teilnehmer der Veranstaltung, die derzeit in der Stadt zu spürende Solidarität für die kommenden Wochen und Monate aufrecht zu erhalten.

Zu der Gedenkveranstaltung kamen hunderte Menschen vor die Porta Nigra, die das Wahrzeichen von Trier ist. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) legte einen Kranz nieder. „Es ist ein furchtbares Ereignis hier in dieser schönen Stadt“, sagte Dreyer. Niemand habe sich vorstellen können, dass in Trier so etwas passiert. Was auch immer den Amokfahrer zu seiner Tat gebracht habe, „nichts, wirklich gar nichts, kann diese brutale und schreckliche Tat rechtfertigen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Der 51-jährige Tatverdächtige soll am Dienstagnachmittag in Schlangenlinien durch die Trierer Innenstadt gefahren sein und wahllos Menschen überfahren haben. Fünf Menschen starben, darunter ein neun Wochen altes Baby, drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren sowie ein 45 Jahre alter Mann – der Vater des getöteten Babys.

Der Amokfahrer soll psychisch auffällig sein, wie Oberbürgermeister Leibe am Rande der Gedenkveranstaltung unter Berufung auf die Einschätzung der Staatsanwaltschaft sagte. Noch am Mittwoch sollte ein Haftrichter über eine Untersuchungshaft oder Unterbringung des Manns entscheiden. Der Oberbürgermeister kündigte für Donnerstag, 13.46 Uhr, an, dass dann ganz Trier den Opfern der Amokfahrt gedenken und die Kirchenglocken der Stadt erklingen sollen – zu dieser Zeit begann die todbringende Fahrt.

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