Weltweit 50 Medienschaffende in diesem Jahr getötet

Schwarzes Bild - Paitoon Pornsuksomboon/ shutterstock.com
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Mindestens 50 Journalisten und andere Medienschaffende in aller Welt sind in diesem Jahr nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Berufs getötet worden. Die meisten von ihnen seien gezielt ermordet worden, weil sie zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen oder Umweltzerstörung recherchierten, legte die Journalisten-Organisation in ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht dar. Mehrere Journalisten seien getötet worden, als sie über Demonstrationen berichteten.

2019 waren nach Angaben von Reporter ohne Grenzen weltweit 53 Todesopfer verzeichnet worden. Die gefährlichsten Länder für Medienschaffende in diesem Jahr waren laut dem Bericht Mexiko, der Irak, Afghanistan, Indien und Pakistan. 

Zwei Drittel der Medienschaffenden, die in diesem Jahr bis zum Stichtag 15. Dezember getötet wurden, starben demnach außerhalb von Konfliktregionen. Zwei der Getöteten waren Frauen. Zusätzlich seien hunderte Journalisten weltweit an oder mit Covid-19 gestorben. Wie viele von ihnen sich infolge ihrer Arbeit mit dem neuartigen Coronavirus infizierten, sei unklar.

Mexiko bleibe mit acht Ermordeten das gefährlichste Land weltweit für Medienschaffende, erklärte Reporter ohne Grenzen. Besonders gefährdet seien jene, die zu den Verbindungen von Drogenkartellen und Politik recherchierten. 

„Kritisch über Korruption, Mafia oder Umweltzerstörung zu berichten, ist in viel zu vielen Ländern lebensgefährlich für Journalistinnen und Journalisten“, erklärte der Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen in Berlin, Michael Rediske. „In Ländern wie Mexiko, Irak oder Pakistan können mächtige Kriminelle, extremistische Gruppen und zum Teil auch korrupte Politikerinnen und Politiker immer noch damit rechnen, mit solchen Verbrechen ungestraft davonzukommen.“

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