Lufthansa verschafft sich mit Flugzeugfinanzierungen Liquidität

Symbolbild: Lufthansa
Symbolbild: Lufthansa

Die schwer von der Corona-Krise getroffene Lufthansa hat insgesamt acht Flugzeuge ihrer Flotte als Sicherheiten benutzt und sich damit frisches Geld verschafft. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, wurden seit Juli 2020 dadurch insgesamt rund 500 Millionen Euro aufgenommen.

Die fünf Airbus A350 sowie drei Flugzeuge aus der A320-Familie wurden demnach als Sicherheiten für verschiedene Finanzierungsinstrumente genutzt – darunter besicherte Kredite und besicherte Schuldscheine sowie sogenannte „Sale und Lease Back“-Finanzierungen, bei denen Vermögensgegenstände verkauft und dann zurückgeleast werden.

Die Lufthansa steht infolge des in der Pandemie drastisch eingebrochenen Flugverkehrs unter Druck, ihre Kosten deutlich zu senken. Bei den Flugzeugfinanzierungen hätten „attraktive Konditionen“ vereinbart werden können, erklärte der Konzern. An den Finanzierungen beteiligten sich demnach Banken, Pensionsfonds und Unternehmensinvestoren insbesondere aus Europa und Asien.

Die Transaktionen zeigten „erneut das Vertrauen, das der Markt in unser Unternehmen und unsere Restrukturierungsmaßnahmen hat“, erklärte die Lufthansa. Flugzeugfinanzierungen würden auch künftig eine wesentliche Rolle in der Finanzierungsstrategie des Konzerns spielen. Zusätzlich dazu hatte die Lufthansa, die in der Pandemie zudem durch ein neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket unterstützt wird, im vergangenen Jahr über eine Wandelanleihe und eine Unternehmensanleihe 1,6 Milliarden Euro aufgenommen.

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