USA verurteilen „harsches Vorgehen“ gegen Nawalny-Unterstützer in Russland

Flagge der USA - Bild: medley_of_photography via Twenty20
Flagge der USA - Bild: medley_of_photography via Twenty20

Die USA haben mit scharfen Worten das Vorgehen der russischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten kritisiert, die am Samstag bei landesweiten Protesten die Freilassung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny gefordert hatten. „Die Vereinigten Staaten verurteilen ausdrücklich das harsche Vorgehen gegen Demonstranten und Journalisten dieses Wochenende“, erklärte der neue Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price.

Washington rufe die russischen Behörden auf, „all diejenigen freizulassen, die ihre universellen Rechte ausgeübt haben“, erklärte der Ministeriumssprecher. Zugleich fordere die US-Regierung „die sofortige und bedingungslose Freilassung“ Nawalnys, fügte er hinzu. Zudem müsse Russland bei der internationalen Untersuchung des Giftanschlags auf Nawalny „vollständig kooperieren“ und „die Verwendung einer Chemiewaffe auf seinem Boden glaubwürdig erklären“.

In Russland waren am Samstag landesweit zehntausende Menschen einem Protestaufruf Nawalnys gefolgt. Bei Kundgebungen in mehr als hundert Städten waren mehr als 2500 Menschen festgenommen worden. Die Demonstranten protestierten gegen Kreml-Chef Wladimir Putin und forderten die Freilassung Nawalnys.

Nawalny war am vergangenen Sonntag nach seiner Rückkehr aus Deutschland in Moskau festgenommen worden. In Berlin war er nach einem Giftanschlag im August behandelt worden, für den der Oppositionelle den Kreml verantwortlich macht. Am Montag verhängte ein russisches Gericht in einem Eilverfahren 30 Tage Haft gegen ihn wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen.

Anzeige

FLASH TV – Immer gut informiert!

AFP/Redaktion
Über AFP/Redaktion 19545 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Jeder Kommentar ist willkommen. Bitte beachte: Um die missbräuchliche Nutzung der Kommentarfunktion (Hassrede, Hetze, Spam, Links u. Ä.) zu verhindern, musst du deinen Klarnamen (bestehend aus Vor- und Nachname) und deine E-Mail-Adresse (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht) angeben. Sobald dein Kommentar geprüft wurde und dieser nicht gegen die Netiquette verstößt, wird er durch die Redaktion freigeschalten und veröffentlicht.