Lehrerband begrüßt Beschluss zu rascherer Impfung von Lehrkräften als überfällig

Symbolbild: Spritze mit medizinischem Stoff/Impfung
Symbolbild: Spritze mit medizinischem Stoff/Impfung

Der Deutsche Lehrverband hat die Entscheidung von Bund und Ländern, Kita-Beschäftigte sowie Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen schneller gegen das Coronavirus zu impfen als bislang vorgesehen, als überfällig begrüßt. Bei der bisherigen Einordnung von Lehrern in die erst dritte Gruppe der Impfkandidaten wäre diese Berufsgruppe erst ab Mai geimpft worden – „viel zu spät für das aktuelle Schuljahr“, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der „Bild“-Zeitung (Dienstagsausgabe). 

Bund und Länder hatten sich am Montag bei einer Gesundheitsministerkonferenz darauf geeinigt, die Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie die Kita-Beschäftigten nun in der Impfverordnung in die Prioritätsgruppe zwei statt drei einzustufen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sicherte zu, die Änderung im Schnellverfahren möglichst bis Mitte dieser Woche schon in die Corona-Impfverordnung aufzunehmen, wie der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), mitteilte.

Meidinger merkte dazu an, wünschenswert wäre es allerdings gewesen, wenn die Schulen erst geöffnet worden wären, nachdem ein Großteil der Lehrer bereits geimpft worden wäre. Am Montag hatte die Rückkehr weiterer Kinder in die Schulen in zehn Bundesländern begonnen. 

Der Präsident des Lehrerverbands plädierte für den Einsatz von mehr Schnelltests an Schulen. Mobile Einsatzgruppen könnten zwei Tests pro Woche vornehmen, auch wenn dies „ein riesiger Aufwand“ sei. 

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte, dass Lehrkräfte und Kita-Personal nun früher geimpft werden sollen, forderte aber ein höheres Impf-Tempo als bislang. Da die meisten Schulen und Kitas bereits seit Montag wieder geöffnet haben, müsse die Geschwindigkeit der Impfkampagne „deutlich erhöht“ werden, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

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AFP/Redaktion
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