Maas sieht Klimawandel als „eine der größten Bedrohungen von Frieden und Sicherheit“

Heiko Maas - Bild: Daina Le Lardic/EP
Heiko Maas - Bild: Daina Le Lardic/EP

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat den Klimawandel als „eine der größten Bedrohungen von Frieden und Sicherheit“ eingestuft. „Die Folgen des Klimawandels werden Konflikte anheizen und weiter verstärken“, sagte Maas in einer Videobotschaft anlässlich der Klimaberatungen des UN-Sicherheitsrats am Dienstag. „Sie erschweren die Friedenskonsolidierung. Und sie wirken sich negativ auf soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung aus.“ Er forderte die UNO auf, den Klimaschutz zu ihrer „obersten Priorität“ zu machen. 

Kein Staat werde gegen den Klimawandel gefeit sein, fügte Maas hinzu. Die Ärmsten und Schwächsten würden am meisten leiden, da fragile Staaten unverhältnismäßig stark vom Klimawandel betroffen seien. „Doch wir können und müssen unsere Widerstandsfähigkeit erhöhen. Hierbei spielen die Vereinten Nationen eine zentrale Rolle.“

Das gesamte UN-System müsse „durch abgestimmte Anstrengungen dafür sorgen, dass Klimaschutzmaßnahmen zu seiner obersten Priorität werden“, forderte Maas. Er sprach sich dafür aus, eine entsprechende Resolution zu erarbeiten. Diese sollte Maas zufolge unter anderem eine regelmäßige Berichterstattung durch den UN-Generalsekretär zu den sicherheitsbezogenen Auswirkungen des Klimawandels und die Ernennung eines Sonderberichterstatters für Klima und Sicherheit vorsehen. 

Notwendig seien zudem eine klimasensible Konfliktprävention, Trainingsmaßnahmen für UN-Mitarbeiter zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Frieden und Sicherheit sowie auf humanitäre Krisen und eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft sowie regionalen und nationalen Akteuren im Bereich klimabezogener Sicherheitsrisiken. 

Die Staats- und Regierungschefs der 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats beraten am Dienstag per Video-Konferenz über die Bedrohung des Weltfriedens durch die Klimakrise. Maas äußerte sich stellvertretend für die 2018 von Deutschland ins Leben gerufenen Freundesgruppe „Klima und Sicherheit“. Der Gruppe gehören 54 Staaten und Organisationen an.

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AFP/Redaktion
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