Städte und Gemeinden kritisieren uneinheitliche Linie bei Schulöffnungen

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Städte und Gemeinden haben nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern die uneinheitliche Linie bei den Schulöffnungen kritisiert. „Wenn unterschiedliche Länder jetzt unterschiedliche Stufenpläne umsetzen, wird das für die Bürgerinnen und Bürger noch unübersichtlicher“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). Notwendig seien „bundeseinheitliche Leitplanken, wie es weitergehen wird“. 

Dies gelte auch für die möglichen Öffnungen von Schulen. „Hier wäre eine Orientierung an einem bundeseinheitlichen System, bei welchen Inzidenzwerten welche Schritte folgen, wichtig gewesen“, sagte Landsberg. Er zeigte jedoch Verständnis für die Fortsetzung des Lockdowns. „Die Infektionszahlen sind weiterhin zu hoch.“ Auch im Hinblick auf die noch kaum verfügbaren Informationen zur Verbreitung von Virus-Mutationen sei es deshalb richtig, den Lockdown zunächst zu verlängern, um die Zahlen weiter herunterzubringen, sagte Landsberg.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), begrüßte hingegen die Beschlüsse von Bund und Ländern zu den Schulen. „Die ersten, die von Lockerungen profitieren, sind Kinder und Jugendliche. Das ist ein gutes Ergebnis“, sagte Ernst der „Rheinischen Post“. „Die Länder werden jetzt verantwortungsvoll bei den Grundschulen mit schrittweisen Öffnungen beginnen.“ Ebenso begrüße die KMK die Prüfung, ob Erzieher und Lehrer früher geimpft werden können.

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