„First Dogs“ Champ und Major haben das Weiße Haus wieder verlassen

Joe Biden mit Champ und Major - Bild: Ana Isabel Martinez Chamorro/Weißes Haus
Joe Biden mit Champ und Major - Bild: Ana Isabel Martinez Chamorro/Weißes Haus

Bisher verläuft Joe Bidens Präsidentschaft skandalfrei – wären da nicht die „First Dogs“ des US-Präsidenten: Nach nur gut einem Monat im Weißen Haus mussten die beiden deutschen Schäferhunde der Bidens nach einem „Beiß-Vorfall“ den Amtssitz in der Pennsylvania Avenue verlassen. Der drei Jahre alte Major und der 13 Jahre alte Champ wurden vergangene Woche zurück in Bidens Haus nach Wilmington im Bundesstaat Delaware geschickt, wie der US-Sender CNN am Montag (Ortszeit) berichtete. Doch es gibt Hoffnung auf eine Rückkehr der „Familienmitglieder“.

Der jüngere der beiden Deutschen Schäferhunde habe aggressives Verhalten an den Tag gelegt und Angestellte und Sicherheitspersonal angesprungen, angebellt und angegriffen. Zudem habe es einen „Beiß-Vorfall“ mit einem Leibwächter gegeben – ob dieser dabei verletzt wurde, war nicht bekannt. 

Es wird jedoch erwartet, dass das Exil nur vorübergehend ist und die beiden Hunde ins Weiße Haus zurückkehren werden. Champ und Major „sind Teil der Biden-Familie“, betonte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Dienstag im Sender MSNBC.

Seit dem Ende der Präsidentschaft von Barack Obama hatten im Weißen Haus keine „First Dogs“ mehr gelebt. Bidens Vorgänger Donald Trump war der erste US-Präsident seit mehr als einem Jahrhundert ohne Hund.

Champ und Major wurden nach ihrer Ankunft im Weißen Haus schnell berühmt: Bilder, wie die Schäferhunde auf der weitläufigen Rasenfläche des Weißen Hauses herumtobten, gingen um die Welt. 

Erst kürzlich hatte die First Lady in einem Interview erklärt, dass sie dabei sei, die beiden Vierbeiner an ihr neues Zuhause zu gewöhnen. „Sie müssen den Aufzug nehmen, das sind sie nicht gewohnt, und sie gehen auf die südliche Rasenfläche, wo sie von vielen Leuten beobachtet werden“, sagte sie dem Sender NBC. „Das ist es also, wovon ich besessen war, alle unterzubringen und zu beruhigen.“

Der sanfte Champ ist seit 2008 bei Biden und seiner Frau Jill und stand bereits an der Seite des Paares, als der heutige Präsident Obamas Stellvertreter war. Den energiegeladenen Major holten die Bidens 2018 aus dem Tierheim – um Champ jung zu halten. Major ist nach Angaben von Bidens Team der erste Tierheimhund im Weißen Haus. Major machte bereits im November von sich reden, nachdem sich Biden beim Spielen mit dem jungen Schäferhund den Fuß brach. 

Biden hat nie einen Hehl aus der Liebe zu seinen Hunden gemacht. „Ich mag ein bisschen beeinflusst sein, aber Champ und Major wären großartige ‚First Dogs'“, sagte er im Wahlkampf. Nach seiner Wahl veröffentlichte der Präsident ein Foto mit den Hunden im Oval Office. Dort hätten nur wenige Menschen Zutritt, hieß es in der Bildunterschrift. „Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass diese beiden auf der Liste stehen.“

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