Polizei erschießt bei Schusswechsel in US-Schule bewaffneten Jugendlichen

US-Polizei - Bild: Chalabala via Twenty20
US-Polizei - Bild: Chalabala via Twenty20

Bei einem Schusswechsel in einer Schule im US-Bundesstaat Tennessee hat die Polizei einen bewaffneten Schüler erschossen. Wie die Ermittlungsbehörden des Südstaats mitteilten, wurde die Polizei am Montagnachmittag (Ortszeit) wegen eines „womöglich mit einer Schusswaffe Bewaffneten“ zur Austin-East Magnet High School in der Stadt Knoxville gerufen. Die Beamten machten den Verdächtigen dann in einer Toilette der Schule ausfindig.

„Sie haben ihn zum Herauskommen aufgefordert, er hat sich aber geweigert, Folge zu leisten“, erklärten die Ermittlungsbehörden. Als die Beamten die Toilette betreten hätten, habe der Verdächtige auf sie geschossen und einen Polizisten verletzt. Ein Beamter habe zurückgeschossen und den Verdächtigen erschossen.

„Die Person wurde vor Ort für tot erklärt und inzwischen als Schüler identifiziert“, erklärte das Tennessee Bureau of Investigation. Der nicht lebensgefährlich verletzte Polizist wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die genauen Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar.

Die Polizei hatte zunächst von einem Schusswaffenangriff mit mehreren Verletzten in der Schule gesprochen. Das Schulgebäude wurde evakuiert und gesichert, Anwohner wurden aufgerufen, die Gegend zu meiden.

Die USA werden immer wieder von tödlichen Schusswaffenangriffen in Schulen erschüttert. An der Columbine High School in Littleton im Bundesstaat Colorado hatten 1999 zwei Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach nahmen sie sich das Leben.

US-Präsident Joe Biden hatte die Schusswaffengewalt in den Vereinigten Staaten erst in der vergangenen Woche als „Seuche“ und „Schandfleck“ für das Land bezeichnet. Er stellte mehrere Verordnungen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt vor. So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von den Nutzern selbst zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. Neue Vorgaben sollen auch für aufgerüstete Pistolen gelten.

Biden rief zugleich den Kongress auf, per Gesetz weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Der Präsident verlangt unter anderem ein Verkaufsverbot für Sturmgewehre sowie umfassendere Hintergrundchecks für Waffenkäufer. Ob sich dafür im Kongress eine Mehrheit findet, ist allerdings höchst ungewiss. 

Vorstöße der Demokraten zur Verschärfung der Waffengesetze sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gescheitert. Die mächtige Waffenlobby NRA hat im Kongress viele Verbündete, vor allem bei den Republikanern.

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