„Spiegel“: Auslandseinsätze der Bundeswehr deutlich teurer als veranschlagt

Symbolbild: Bundeswehr
Symbolbild: Bundeswehr

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld gekostet als geplant. 2020 seien statt der im Bundesetat bereitgestellten 770 Millionen Euro etwas mehr als eine Milliarde Euro ausgegeben worden, berichtete der „Spiegel“ am Freitag vorab. Das Magazin berief sich auf einen Bericht des Verteidigungsministeriums an den Haushaltsausschuss.

Bereits 2019 habe die Bundeswehr den ursprünglichen Etatansatz in einer ähnlichen Größenordnung überschritten, schrieb der „Spiegel“ weiter. Die Mehrausgaben seien jeweils durch Zusatzeinnahmen und Einsparungen in anderen Bereichen des Verteidigungshaushalts gedeckt worden.

„Ich habe den Eindruck, dass die Generäle ihren Etat ständig überziehen, um ihre heimliche Missachtung des Parlaments zum Ausdruck zu bringen“, sagte die Linken-Haushaltsexpertin Gesine Lötzsch dem Magazin. „Der Verteidigungsministerin scheint das egal zu sein.“

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