EMA geht von Wirksamkeit von Impfstoffen gegen indische Corona-Variante aus

Impfung
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Die auf mRNA-Technologie basierenden Corona-Impfstoffe scheinen nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine gute Wirksamkeit gegen die indische Variante des Coronavirus aufzuweisen. Es gebe „vielversprechende“ Hinweise darauf, dass die Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna in der Lage seien, diese Corona-Mutante zu „neutralisieren“, sagte Marco Cavaleri von der EMA am Mittwoch in Amsterdam.

Auch bei den anderen Impfstoffen gegen das Coronavirus gehe die EMA bislang davon aus, dass sie gegen die indische Variante wirkten, sagte Cavaleri weiter. Hier müsse aber noch auf weitere Daten zum Einsatz des  Impfstoffs von Astrazeneca in Indien gewartet werden. „Bis jetzt sind wir insgesamt ziemlich zuversichtlich, dass die Impfstoffe im Allgemeinen diese Variante abdecken werden“, sagte der Italiener.

In der EU sind bislang vier Impfstoffe zugelassen, die mRNA-Impfstoffe Pfizer/BioNTech und Moderna sowie die Vektorviren-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Bei vier weiteren Impfstoffen prüft die EMA, ob eine Genehmigung erteilt werden kann: Sputnik V aus Russland, Sinovac aus China, Novavax aus den USA und Curevac aus Deutschland.

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.617 hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits in mehr als 44 Länder und auf allen Kontinenten ausgebreitet. Außerhalb Indiens wurden demnach in Großbritannien die meisten Infektionsfälle festgestellt. Die WHO hatte B.1.617 am Montag als „besorgniserregend“ eingestuft, da die Variante ansteckender und auch unempfindlicher gegen Antikörper sein könnte.

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