Greenpeace-Aktivisten stehlen hunderte Autoschlüssel in VW-Verladehafen in Emden

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Bei einer Protestaktion gegen den Autohersteller Volkswagen haben Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwoch im niedersächsischen Emden hunderte Autoschlüssel entwendet. Wie die Polizei in Leer mitteilte, drangen 30 bis 40 Menschen mit Leitern auf das umzäunte Betriebsgelände eines Hafenterminals vor, in dem VW-Neuwagen für den Export verladen werden. Dort gelang es ihnen, rund 300 bis 400 Autoschlüssel abzuziehen und an sich zu bringen.

Nach Angaben der Polizei tauchte zunächst nur eine zweistellige Anzahl der Schlüssel wieder auf. Vor Eintreffen der Beamten hatte sich demnach bereits ein Großteil der Aktivisten wieder von dem Gelände entfernt. Einsatzkräften gelang es lediglich, 14 Menschen anzuhalten und deren Personalien zu überprüfen. Nun wird wegen Hausfriedensbruchs und besonders schweren Diebstahls ermittelt.

Greenpeace forderte den VW-Konzern am Mittwoch parallel zu einem Stopp des weltweiten Verkaufs von Autos mit Verbrennungsmotor bis 2025 auf. Der zweitgrößte Autobauer der Welt stelle aktuell zwar gern neue Elektromodelle „ins Rampenlicht“, exportiere allerdings weiterhin „Diesel und Benziner in hoher Stückzahl“ in alle Welt, erklärte die Organisation in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Allein im Corona-Jahr 2020 habe VW 9,1 Millionen Autos verkauft, von denen acht Millionen ins Ausland gegangen seien.

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