Polizei zerschlägt Drogenring in Baden-Württemberg – 13 Festnahmen

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In Baden-Württemberg hat die Polizei einen Drogenring zerschlagen und 13 Tatverdächtige festgenommen. Die Bande soll allein im Zeitraum von Ende März bis Mitte Juni vergangenen Jahres über 800 Kilogramm Haschisch und Marihuana sowie mehr als 40 Kilogramm Kokain erworben und weiterverkauft haben, wie die Staatsanwaltschaft Mannheim am Donnerstag gemeinsam mit der Polizei erklärte. Gegen die Gruppe werde bereits seit Ende 2020 ermittelt.

Den Angaben zufolge kommunizierten die Tatverdächtigen über spezielle sogenannte Kryptohandys mit einem verschlüsselten Messengerdienst. Die Ermittler der Kriminalpolizei seien den mutmaßlichen Drogenhändlern dennoch durch die Auswertung von Daten auf die Spur gekommen.

Bei einer Razzia wurden insgesamt 25 Objekte in Weinheim, Ladenburg, Heidelberg, Neckarsteinach und im gesamten Rhein-Neckar-Kreis durchsucht, darunter elf Bunkerwohnungen zur Lagerung von Drogen. Laut Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Ermittler rund 276 Kilogramm Marihuana und elf Kilogramm Haschisch sowie jeweils rund ein Kilogramm Amphetamin und Kokain.

Außerdem wurden zwei scharfe Schusswaffen, über 76.000 Euro Bargeld und vier hochwertige Autos gefunden. Im Einsatz waren insgesamt rund 400 Polizisten, darunter auch Mitglieder des Spezialeinsatzkommandos des Landes sowie Beamte aus benachbarten Bundesländern.

Gegen neun der 13 Tatverdächtigen lagen demnach bereits im Vorfeld Haftbefehle vor. Sechs der festgenommenen Verdächtigen seien am Mittwoch in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert worden. Die übrigen sieben mutmaßlichen Drogenhändler sollten am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

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