Uefa und Ukraine erzielen Kompromiss zu umstrittenen EM-Trikots

Fußball - Bild: Wandeaw via Twenty20
Fußball - Bild: Wandeaw via Twenty20

Im Streit um die ukrainischen Trikots für die Fußball-Europameisterschaft haben sich Kiew und die Europäische Fußball-Union (Uefa) kurz vor Turnierbeginn auf einen Kompromiss geeinigt. Ein Teil des patriotischen Slogans auf der Innenseite der Trikots, die in Russland für Empörung gesorgt hatten, wird mit einer ukrainischen Landkarte überdeckt, teilte der Präsident des Fußballverbandes, Andrej Pawelko, am Freitag mit.

Nach Angaben der Uefa ist der Aufruf „Ruhm unseren Helden!“ auf der Innenseite des Kragens hinter der ukrainischen Karte und dem Logo des Verbandes nicht mehr zu sehen. Die Uefa hatte am Donnerstag entschieden, dass ein Teil des Slogans entfernt werden müsse. Der Aufruf „Ruhm unseren Helden!“ sei „eindeutig politischer Natur“, erklärte die Europäische Fußball-Union.

Der Slogan, der vollständig „Ruhm der Ukraine! Ruhm unseren Helden!“ lautet, ist ein patriotischer Ausruf. Er war Leitmotiv der Demonstranten, die den vom Kreml unterstützten ehemaligen Machthaber der Ukraine, Viktor Janukowitsch, bei Protesten im Jahr 2014 gestürzt hatten.

Russland hatte sich am Dienstag bei der Uefa über das blau-gelbe Trikot beschwert, auf dessen Vorderseite der Umriss der Ukraine abgebildet ist – einschließlich der von Russland annektierten Krim.

Die Uefa erklärte jedoch, dass die Karte nicht geändert werden müsse, da „die territorialen Grenzen, wie sie durch das Design grob dargestellt werden“ international anerkannt seien. Auch der erste Teil des Slogans dürfe auf den Trikots bleiben, da er als „allgemeiner und unpolitischer Satz“ betrachtet werden könne.

Die EM, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden musste, wurde am Freitagabend eröffnet. Die ukrainische Nationalmannschaft startet am Sonntag mit einer Partie gegen die Niederlande in das Turnier.

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