USA erinnern erstmals mit Nationalfeiertag „Juneteenth“ an Ende der Sklaverei

USA - Bild: johncarmean via Twenty20
USA - Bild: johncarmean via Twenty20

In den USA ist am Samstag erstmals mit dem neuen Nationalfeiertag „Juneteenth“ an das Ende der Sklaverei vor mehr als 150 Jahren erinnert worden. Im ganzen Land, von New York an der Ostküste bis Los Angeles an der Westküste, waren hunderte Veranstaltungen geplant, neben Kundgebungen und Vorträgen auch Grillpartys und Konzerte.

Der neue Feiertag sei lange überfällig gewesen, sagte die 68-jährige Afroamerikanerin Cheryl Green im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn, wo am Samstag eine Büste des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd enthüllt wurde. „Es ist gut, dass die Menschen verstehen, was passiert ist.“ Die Stadtangestellte Farah Louis sagte, sie habe erst in der Highschool etwas über „Juneteenth“ gelernt.

In der Hauptstadt Washington feierten und tanzten hunderte Menschen auf dem Black-Lives-Matter-Platz nahe des Weißen Hauses. Der 29-jährige Kevin Blanks sagte, der Rassismus sei „immer noch sehr stark in der DNA dieses Landes verankert“. Die 51-jährige Danique McGuire sagte, der Kampf für vollständige Gleichberechtigung werde noch lange dauern.

US-Präsident Joe Biden hatte am Donnerstag ein Gesetz unterzeichnet, mit dem der 19. Juni zu einem landesweiten Feiertag gemacht wird. Am 19. Juni 1865 – zwei Monate nach der Kapitulation der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg – hatte ein Nordstaaten-General in Galveston im Bundesstaat Texas die Freilassung aller Sklaven verkündet.

„Juneteenth“, ein Schachtelwort aus den englischen Wörtern für Juni und 19, war bislang bereits in einigen Bundesstaaten ein Feiertag. Die Tötung von George Floyd durch einen weißen Polizisten in Minneapolis hatte im vergangenen Jahr eine neue landesweite Debatte über Rassismus und das Erbe der Sklaverei in den USA entfacht.

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