Mehr als Fußball: Wie die anderen Sportarten in der Sichtbarkeit aufholen

Fußballstadium aus der Vogelperspektive
Fußballstadium aus der Vogelperspektive

Ganz ohne Frage steht König Fußball auch weiterhin für die beliebteste Sportart der Deutschen. Allerdings sieht man, dass das Interesse in den vergangenen Jahren gesunken ist und sich immer mehr Fans nach alternativen Möglichkeiten in der deutschen Sportwelt umschauen. Sender wie „Sport1“ profitieren von verstärkten Einschaltquoten für Basketball oder Handball und besonders American Football konnte sich in den vergangenen Jahren stark auf dem deutschen Markt etablieren und bietet nun eine interessante Alternative zum Fußball an. Aber wie beliebt sind die anderen Sportarten wirklich und was für Optionen stehen noch zur Verfügung, wenn man neben dem Fußball auch noch andere Dinge sehen möchte?

Stärkerer Fokus auf den deutschen Breitensport

Es ist schon seit vielen Jahren so, dass sich die Funktionäre der anderen Sportarten darüber beschweren, dass besonders im Fernsehen keine gleichmäßige Berichterstattung vorhanden ist. Sportarten wie Handball sind nur zu wichtigen Länderspielen auf den wichtigsten Sendern zu sehen und internationale Turniere der Eishockey-Mannschaft finden mitunter gar nicht mehr im frei empfangbaren deutschen Fernsehen statt. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Gelder, sondern natürlich auch auf die Popularität der Sportarten und somit auf die Möglichkeiten in der Nachwuchsgewinnung. Es zieht junge Sportler fast immer in den Fußball und für die anderen Sportarten wird es schwerer, neue Talente zu finden oder Amateuermannschaften zu betreiben.

Dafür zeigen andere Sportarten wie es ablaufen kann: Über viele Jahre war American Football kaum in Deutschland präsent. Höchstens der „Superbowl“ hat es als internationales Ereignis auf die Sender geschafft. Inzwischen hat man eine deutschsprachige Community aufgebaut und überträgt die Spiele der amerikanischen Liga in Deutschland. Das hat auch dafür gesorgt, dass die heimischen Ligen populärer werden und es lässt sich ein direkter Effekt auf die Zahl der Neuanmeldungen in Jugendmannschaften und bei den Zuschauern der Stadien in Deutschland bemerken. Es bleibt also die Frage, liegt es wirklich nur alleine an den Sendern oder vielleicht auch daran, dass die Sportarten selbst keine guten Konzepte für die Steigerung der Sichtbarkeit bieten?

Immer neue Angebote auf dem Markt für Wetten und Streams zu finden

Dass es einen neuen Anspruch an eine breitere Welt des Sports gibt, zeigt sich auch an anderer Stelle. So sind beispielsweise die Übertragungswege in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Heute gibt es für viele Sportarten eigene Streams im Internet, die mit wenig Aufwand gefunden werden können und den Sport auch über das lineare Fernsehen hinaus bekannt machen. Auch Sportwetten bieten einen umfassenden Markt für Sport außerhalb des großen Fußballs an und sorgen ebenfalls für Neugier bei den Fans. Das lässt sich auch an der Zahl der Sportwetten Tipps sehen, die in den verschiedenen Communities heute gepflegt werden und für neues Expertenwissen im Breitensport sorgen.

Alles in allem kann also der Rückgang bei der Beliebtheit beim Fußball durchaus dafür sorgen, dass neue Sportarten von dem Vakuum profitieren. Gerade der Breitensport muss aber bereit sein, durch neue Präsenz im Internet und die Nutzung neuer Methoden die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das ist kein Automatismus.

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