Neue Wege erfahren: Historisch unterwegs auf dem Vulkanradweg

Fahrradfahren
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Wer gerne und viel Fahrrad fährt, hat die lokalen Radwege und Touren rund um Nürnberg mit Sicherheit zu Genüge erkundet. Sportliche Herausforderung und neue Eindrücke lassen sich jedoch nur gewinnen, wenn unbekannte Wege gefahren werden. Ein Blick in die benachbarten Bundesländer zeigt, dass sich Radfans auch fern der Heimat über kilometerlange Strecken nach Herzenslust auspowern können. So kommen Radfahrer auf dem Vulkanradweg in Hessen voll auf ihre Kosten.

Die 94 Kilometer lange Strecke führt entlang der Mittelgebirgslandschaft zwischen Vogelsberg und Wetterau und hat einiges an Höhenmetern zu bieten. Die Einkehrmöglichkeiten entlang der Route sind vielfältig und die umliegenden Städte bestechen mit historisch interessanten Museen und Geschichten. Eine Reise mit faszinierenden Landschaften und einer spannenden Vergangenheit, die besonders für enthusiastische und erfahrene Radsportler geeignet ist.

Der Vulkanradweg verdankt seinen Namen dem erloschenen Vulkan Vogelsberg, der ein Teil dieser Strecke und das größte Vulkanmassiv Mitteleuropas ist. Lange Zeit fuhr die sogenannte Niddertalbahn, eine Bahntrasse, die 1888 ihre erste Fahrt antrat und deren Route bis 1906 ausgebaut wurde. Die Bahn beförderte jahrelang sowohl Personen als auch Güter, wurde jedoch 1994 gänzlich eingestellt. Zwei Jahre später reifte der Gedanke einer Radfahrstrecke, der viele Anhänger fand, sodass die Gleise abgebaut und die Bahnhöfe abgerissen oder verkauft worden sind. Im Jahr 2000 fand die Eröffnung des Radfahrweges statt, der bis 2006 stetig erweitert wurde und nun eine beliebte Tour bei erfahrenen Bikern und Skatern ist.

Über mangelnden Zuspruch kann sich das Ausflugsziel in Hessen nicht beklagen. Das Interesse am Radsport ist aufgrund der Bedeutung eines aktiveren Lifestyles merklich gestiegen. Ebenfalls sind Sportevents wie die Tour de France kein reines Sporthappening mehr, sondern sorgen auch bei Rad-Laien für Begeisterung. Wenn am 01. Juli 2022 der Startschuss fällt, diskutieren Profis und Neueinsteiger mit verschiedenen Theorien und Siegeranalysen. Tendenzen, wer vorn liegt oder das Zeug zum Sieger hat, liefern Hilfsmittel wie der Betway Wettschein, der alle Infos zusammenfasst. Ein regelmäßiger Blick lohnt sich, um seinen Top-Fahrer aus der Ferne zu supporten.

Ein Sporterlebnis mit viel Unterstützung

In Altenstadt hat der Vulkanradweg seinen Ursprung. Auf einer meist asphaltierten und gut beschilderten Straße geht es durch Gedern, Hartmannshain, Lauterbach und Bad Salzschlirf, bis das beschauliche Städtchen Schlitz erreicht wird. Neben den 94 Kilometern, die bestritten werden müssen, stellen die anspruchsvollen Höhenmeter eine zusätzliche Anforderung. Der höchste Punkt mit knapp 600 Metern befindet sich bei der Bahnstation in Hartmannshain. Um diesen zu erreichen, müssen zuvor Höhendifferenzen zwischen 100 und 580 Metern überwunden werden.

Malerische Aussichten, eine wunderschöne Umgebung und spannende Ziele, welche sich optimal für einen Tagesausflug eignen, machen diese Radtour unvergesslich. Ein Besuch der Altstadt Büdingen, die das Herz jedes Mittelalterfans durch die mittelalterliche Fachwerkstatt, seinen Befestigungsring und einem großen Museumsangebot höherschlagen lässt, ist ein echter Geheimtipp. Zudem passieren Radfahrer entlang des Wegs immer wieder Einkehrmöglichkeiten sowie Burgen, Schlösser oder Naturdenkmäler.

Nur nicht aufgeben

Viele Radsportler organisieren ihre Reise selbst, hätten aber auch die Möglichkeit, dieses an einen externen Anbieter abzugeben. Mit der Organisation beginnt die Vorfreude auf eine unvergessliche Tour. Sind alle Pläne gemacht, heißt es Sachen packen und losfahren. Die Anreisemöglichkeiten sind dabei vielfältig und mit oder ohne Fahrrad möglich.

Von welchem Startpunkt die Strecke bewältigt werden soll, ist jedem Radfahrer selbst überlassen. Der Vulkanradweg lässt sich auch abschnittsweise befahren. Durch die vielen Parkplätze, die sich direkt am Wegesrand befinden, kann die Tour jederzeit begonnen oder beendet werden. Von Mai bis Oktober fährt zudem noch der „Vulkan-Express“. Mit diesem Bus kann das Rad kostenlos transportiert werden.

Fahrradfahren im Wald

Der Vulkanradweg ist für begeisterte und trainierte Radfahrer gleichermaßen geschaffen. Aufgrund der Länge und der Höhenmeter bedarf es neben viel Motivation auch einer guten Kondition. Wer sein Training auf intensive Fahrten mit wechselnden Höhenmetern einstellt, der kann auf dem Vulkanradweg eine wundervolle Zeit verbringen. Mit einem fantastischen Ausblick in die beeindruckende Landschaft wird jeder Schweißtropfen belohnt.

Es empfiehlt sich, die knapp 100 Kilometer lange Strecke im Frühjahr zu fahren, wenn das erste Grün sprießt und der anschwellende Touristenstrom noch überschaubar ist. Im Zweifel kann es in der Hochsaison im Sommer sehr voll werden, was den ungetrübten Fahrspaß durch die hessische Region mindert. Der anstehende Frühling ist somit die beste Chance, um sein Rad fahrtauglich zu machen und in diesem Jahr zu neuen Wegen abseits von Nürnberg aufzubrechen.

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