Das ist Sparta – Das muss man über die Militärmacht der Antike wissen

Bronzestatue von Leonidas I., dem König von Sparta
Bronzestatue von Leonidas I., dem König von Sparta

Schon allein der Begriff „Sparta“ übt auf sehr viele Menschen immer noch eine große Faszination aus. Deshalb dienen die Vorkommnisse um die Militärmacht im alten Griechenland auch immer wieder als Vorlage für große Hollywood-Filme wie beispielsweise „300“ oder „Der Löwe von Sparta“. Mit der Wahrheit nehmen es diese Werke jedoch nicht immer ganz genau. Deshalb ist es wichtig, vor allem die folgenden Fakten rund um Sparta zu kennen.

Sparta – einer der mächtigsten Stadtstaaten im antiken Griechenland

Sparta gilt neben Athen als die mächtigste Polis im alten Griechenland. Bei den Poleis handelte es sich um Gemeinschaften von mehreren tausend Bürgern, darunter vor allem Großgrundbesitzer, Händler und Handwerker, die sich selbst verwalteten. Bestandteil einer Polis war die Siedlung im Inneren und das Land im Umfeld, das von den Bauern beackert wurde.

Sie entwickelten sich vor rund 3.000 Jahren und waren bestrebt, ihre Freiheit und ihre Unabhängigkeit zu wahren. Sparta wurde in etwa 900 vor Christus als Militärstaat gegründet. Die Vorfahren waren etwa 300 Jahre davor auf die Halbinsel Peleponnes vorgedrungen und versklavten im Anschluss daran die einheimische Bevölkerung.

Krieg statt Kolonisation

Das alte Griechenland war vor allem bekannt für seine Kolonisation. Das Land ist sehr gebirgig und deshalb fehlte es vielen Bauern oftmals an geeigneten Ackerflächen. Da gleichzeitig jedoch auch noch die Bevölkerungszahlen rasant in die Höhe gingen, reichten die vorhandenen Anbaugebiete nicht mehr aus, um die Bevölkerung zu ernähren. Viele Griechen verließen deshalb ihre angestammte Heimat und gründeten neue Poleis.

Von dieser Kolonisation wollten die Spartaner allerdings nichts wissen. Sie zogen es vor, die Macht um die Halbinsel Peleponnes lieber kriegerisch zu erweitern. Der Stadtstaat hatte dafür unter anderem eine Militärschmiede, in der bereits siebenjährige Jungen zu Kämpfern ausgebildet wurden.

Wer sich dem Kampf der Spartaner beugen musste, hatte kein einfaches Leben. Die Unterlegenen verloren ihr Land und wurden zu sogenannten Heloten. Dabei handelte es sich um versklavte Bauern, die die Hälfte ihrer Ernte abgeben mussten.

Jene Menschen, die in den Randgebieten wohnten und nicht zu den Heloten zählten, wurden hingegen als Periöken bezeichnet, was wörtlich übersetzt so viel wie „Umwohnende“ bedeutet. Sie hatten zwar weiterhin persönliche Freiheiten, jedoch keinerlei politische Rechte.

Sparta – Auch bei Gamern und Zockern sehr beliebt

Die Ereignisse rund um Sparta sind auch bei Gamern und Zockern sehr beliebt. Davon zeugt unter anderem das Browserspiel „Sparta: War of Empires“, bei der die Spieler eine virtuelle Zeitreise zurück ins antike Sparta unternehmen und dort dem Einmarsch der feindlichen Perser Einhalt gebieten müssen.  

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Doch wie ging es eigentlich weiter mit den Spartanern? Wer alles über Sparta wissen möchte, der kommt auch an den Auseinandersetzungen zwischen Sparta und Athen nicht vorbei.

Der entscheidende Sieg im Peloponnesischen Krieg

Der Peloponnesische Krieg von 431 bis 404 vor Christus war der Höhepunkt der jahrzehntelangen Feindschaft zwischen Sparta und Athen. Auf der einen Seite standen dabei die Spartaner. Die Bevölkerung bestand damals aus rund 5.000 sogenannten Spartiaten, wie die Vollbürger des Städtestaates bezeichnet wurden sowie rund 50.000 Periöken und bis zu 200.000 Heloten. Die Spartaner galten als stärkste Landmacht in der Region.

Die Athener wiederum stellten mit dem attischen Seebund die mächtigste Seemacht. Zum damaligen Zeitpunkt hätten sich die Athener wahrscheinlich nicht erträumen lassen, dass die Weltstadt Athen dem Untergang geweiht war. Doch es erwartete sie ein Feind von schier gigantischer Größe.

Denn mit großer Hilfe der Perser gelang es Sparta im Jahr 404 vor Christus nach endlosen Jahren des Krieges und diverser Waffenstillstandsabkommen Athen endgültig zu besiegen und zur Kapitulation zu zwingen. Ausschlaggebend dafür war eine Seeblockade, die den Athenern die Getreidezufuhr unmöglich machte und sie schließlich Schritt für Schritt aushungerte.

Die Friedensbedingungen für Athen waren hart. Sie mussten unter anderem den attischen Seebund aufgeben, sich zur Heerfolge von Sparta verpflichten und ihre Demokratie auflösen und stattdessen die Oligarchie von insgesamt 30 Tyrannen akzeptieren. Diese regierten in weiterer Folge mit enormer Brutalität in Athen.

Nichts ist für die Ewigkeit: Das Ende von Sparta

Sparta galt für lange Zeit als unbesiegbar. Doch im vierten Jahrhundert vor Christus änderten sich langsam die Machtverhältnisse in Griechenland. Das lag vor allem am Aufstieg Makedoniens. Die Gemeinden auf dem Peloponnes vereinigten sich zum sogenannten „Archaischen Bund“ und wollten die Macht der Spartaner mit allen Mitteln brechen. Doch Sparta wehrte sich dagegen lange Zeit sehr erfolgreich, vor allem in Person des Königs Kleomenes III., der 235 vor Christus an die Macht kam.

Das führte dazu, dass der Archaische Bund König Antigonos III. Doson von Erzfeind Makedonien um Unterstützung beim Kampf gegen die Spartaner bat. Der zeigte sich willig, wollte dafür allerdings im Erfolgsfall auch nichts weniger als den Vorsitz über das Bündnis haben. 224 vor Christus zog das Bündnis schließlich in die entscheidende Schlacht gegen Sparta.

Dabei haben sie allerdings nicht mit dem Widerstand der zähen Spartaner gerechnet. So dauerte es schließlich bis 222 vor Christus, bis das zahlenmäßig weit überlegende Heer des Archaischen Bundes die Spartaner endgültig besiegen konnte. Spartas Zeit als militärische und wirtschaftliche Großmacht war damit ein für allemal vorbei.

Doch nicht erst seit diesem Zeitpunkt lebten die Einwohner sprichwörtlich spartanisch. Das einfache und harte Leben sowie die strenge Erziehung und der Willen zum Gehorsam gehörten auch schon in der Blütezeit der Spartaner zum guten Ton.

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