Deutschland weist innerhalb der Europäischen Union den höchsten Anteil älterer Erwerbstätiger auf. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) auf Basis von Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilt, waren im Jahr 2024 von rund 40,9 Millionen Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren etwa 9,8 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt. Das entspricht einem Anteil von 24,0 Prozent – dem höchsten Wert in der EU.
EU-weit lag der Anteil älterer Erwerbstätiger bei 20,1 Prozent.
Italien und Bulgarien folgen
Den zweithöchsten Anteil verzeichnete Italien mit 23,0 Prozent, gefolgt von Bulgarien mit 22,3 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil in Malta (10,8 Prozent). Auch Luxemburg (12,8 Prozent) und Polen (15,2 Prozent) wiesen vergleichsweise geringe Werte auf.
Späterer Renteneintritt als Faktor
Ein wesentlicher Grund für den hohen Anteil älterer Beschäftigter ist die demografische Entwicklung. Gleichzeitig steigt das durchschnittliche Renteneintrittsalter. Nach Angaben der Deutsche Rentenversicherung lag es 2024 bei 64,7 Jahren für Altersrenten von Frauen und Männern.
2004 hatte das durchschnittliche Renteneintrittsalter noch bei rund 63 Jahren gelegen. Der Anstieg hängt unter anderem mit der schrittweisen Anhebung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 Jahre bis 2029 zusammen. Zudem liefen Modelle für vorgezogene Altersrenten aus, die teilweise einen Renteneintritt ab 60 Jahren ermöglicht hatten.
Neue Sonderseite zu Rente und Alterssicherung
Destatis bündelt aktuelle Daten zu Rente und Alterssicherung auf einer neuen Sonderseite unter www.destatis.de/rente. Das Angebot umfasst Kennzahlen zu Demografie, Erwerbstätigkeit, Einkommen sowie Staatsausgaben im Bereich Renten und Pensionen.



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