18-Jähriger in erstem öffentlichem Prozess um Stuttgarter Krawallnacht verurteilt

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
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In einem ersten öffentlichen Prozess um die sogenannte Stuttgarter Krawallnacht hat das Amtsgericht der baden-württembergischen Landeshauptstadt einen 18-Jährigen zu zwei Jahren und sechs Monaten Jugendhaft verurteilt. Das Urteil gegen den jungen Mann, der die Scheiben eines Polizeiautos eingeschlagen haben soll, lautete auf schweren Landfriedensbruch und versuchte schwere Körperverletzung. Der Sachschaden belief sich nach Gerichtsangaben auf rund 3000 Euro.

Im Oktober war bereits ein 16-Jähriger wegen Unterschlagung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Bei dem jungen Mann wurde zudem kinderpornografisches Material auf dem Handy gefunden. Bei diesem Prozess war die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Ein weiterer Prozess gegen einen Jugendlichen, der ebenfalls ein Polizeiauto beschädigt haben soll,  sollte am Dienstagnachmittag stattfinden. 

Die schweren Krawalle in Stuttgart in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Hunderte Menschen randalierten damals in der Innenstadt, griffen Polizisten an und plünderten Geschäfte. Hundert mutmaßliche Straftäter wurden von der Polizei nach Ermittlungen festgenommen. Die meisten der Festgenommenen waren der Polizei bereits vorher aufgefallen.

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