Karliczek betont Notwendigkeit weiterer Forschung zu Coronavirus

Symbolbild: Forschung
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Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Notwendigkeit weiterer umfangreicher Forschungen zur Corona-Pandemie betont. Aktuell seien in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen geimpft worden, 318.000 davon hätten bereits die zweite Impfung, sagte Karliczek am Donnerstag in Berlin. Außer im Bereich Impfstoffe sei die Wissenschaft in vielen weiteren Feldern dabei, die Pandemie zu bekämpfen. So gehe es auch darum, neue Behandlungsoptionen für Erkrankte zu entwickeln.

Karliczek hob die Bedeutung des Netzwerks Universitätsmedizin bei der Pandemiebekämpfung hervor, in dem alle 36 Universitätskliniken zusammengeschlossen sind. Das seit April 2020 tätige Netzwerk dient der Erforschung des Coronavirus sowie der Optimierung der Behandlungsmöglichkeiten und des Pandemiemanagements. Der Bund unterstützt den Aufbau mit bis zu 150 Millionen Euro.

Ziel sei es, „eine gute Grundlage zu schaffen, dass überall im Land die Erkrankten bestmöglich versorgt werden“, sagte Karliczek. Dazu würden in dem Netzwerk Behandlungsdaten erhoben und zusammengeführt. So könnten aktuelle und qualitativ hochwertige Daten für die Covid-19-Forschung bereitgestellt werden.

Die Ministerin bat zugleich um Geduld im Umgang mit der Corona-Krise. Die Forschung arbeite mit Hochdruck daran, Wege zu finden, der Pandemie Schritt für Schritt den Schrecken zu nehmen. „Forschung ist kein Hexenwerk“, sondern brauche Zeit, sagte Karliczek. „Die müssen wir uns nehmen, wir brauchen solide Ergebnisse.“

Das Netzwerk arbeitet zudem eng mit außeruniversitären Forschungsinstituten und Bundesinstituten wie dem Robert-Koch-Institut (RKI) zusammen, wie der Vorstandschef der Berliner Charité, Heyo Kroemer, sagte. Die Charité koordiniert das Netzwerk. Als Beispiele für gemeinsame Projekte nannte Kroemer den Aufbau einer bundesweit einheitlichen Infrastruktur zur Speicherung von Daten und den Zusammenschluss aller Radiologen, um schon früh anhand der Daten den Verlauf einer Infektion besser absehen zu können.

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AFP/Redaktion
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