Zeitplan und Ablauf des CDU-Parteitags zur Wahl des neuen Vorsitzenden

CDU-Parteizentrale in Berlin - Bild: Egg / Shutterstock.com

Auf ihrem ersten Digital-Parteitag will die CDU am Samstag entscheiden, wer künftig an der Spitze der Partei steht. Um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Ein Überblick über den Ablauf des Parteitags und die Wahlen: 

DER ZEITPLAN:

Der 33. Parteitag der CDU beginnt am Freitagabend mit einer Rede der scheidenden Parteivorsitzenden Kramp-Karrenbauer und einem Grußwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch Generalsekretär Paul Ziemiak, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werden zu den Delegierten sprechen.

Am Samstagmorgen steht dann gleich die Wahl des neuen Parteivorsitzenden an. Nach kurzen Bewerbungsreden von Laschet, Merz und Röttgen müssen die Delegierten entscheiden, wer künftig an der CDU-Spitze stehen soll. Neben weiteren Grußworten etwa von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und einem Bericht des Unionsfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus stehen auch Wahlen zum Bundesvorstand auf dem Programm. Gewählt werden unter anderem die fünf stellvertretenden CDU-Vorsitzenden.

DIGITALE WAHL:

Erstmals findet ein Parteitag der CDU komplett im Netz statt. „Wir senden live aus dem CDU-Studio in Berlin – und von dort aus in die Wohnzimmer im ganzen Land“, schreibt die Partei auf ihrer Website. Für die 1001 Delegierten wird ein „digitaler Plenarsaal“ eingerichtet, in denen diese bereits vier Tage vor dem Treffen mit einem persönlichen Zugangscode eintreten können. 

Am Samstag stimmen sie schließlich in einer jeweils eigenen „digitalen Wahlkabine“ ab, die nach Parteiangaben durch „höchstmögliche Sicherheitsstandards“ abgesichert ist. 

BRIEFWAHL:

Nach der digitalen Wahl kehrt die Union nochmal in die analoge Welt zurück. Die Sieger stellen sich noch einer Briefwahl, die ein rechtssicheres Ergebnis garantieren soll. Die drei Vorsitzkandidaten sicherten nach Parteiangaben zu, dass die beiden Unterlegenen dabei nicht mehr antreten. Die Wahlbriefe werden dann am 22. Januar öffentlich ausgezählt, noch am selben Tag soll das Ergebnis verkündet werden.

KANZLERKANDIDATUR:

Offen wird zunächst bleiben, wer Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl im Herbst wird. Dies wollen CDU und CSU gemeinsam entscheiden. Spekuliert wird schon seit langem, ob statt des neuen CDU-Vorsitzenden Bayerns Ministerpräsident Söder für die Union ins Rennen geht. Eine Entscheidung darüber wird erst im Frühjahr erwartet, womöglich nach den ersten Landtagswahlen Mitte März in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. 

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AFP/Redaktion
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