In den Niederlanden festgenommener Deutscher wird am Mittwoch der Justiz vorgeführt

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Der in den Niederlanden wegen bewaffneter Raubüberfälle festgenommene Deutsche wird am Mittwoch der niederländischen Justiz vorgeführt. „Ein Verdächtiger wird morgen zu einer Anhörung vor einem niederländischen Justizbeamten in Amsterdam erscheinen“, teilte der Sprecher der niederländischen Staatsanwaltschaft, Franklin Wattimena, auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung und des „Spiegel“ soll es sich bei dem Festgenommenen um den Reemtsma-Entführer Thomas Drach handeln.

Die niederländische Justiz werde über eine beschleunigte Auslieferung des 60-Jährigen nach Deutschland entscheiden, erklärte Wattimena. Bei einem positiven Entscheid „könnte der Verdächtige innerhalb der nächsten zehn Tage an Deutschland ausgeliefert werden“.

Der Zigarettenkonzern-Erbe und Mäzen Jan Philipp Reemtsma war 1996 von Thomas Drach und dessen Komplizen entführt und einen Monat lang festgehalten worden. Er wurde erst gegen Zahlung eines Lösegelds in zweistelliger Millionenhöhe freigelassen. Anschließend tauchte Drach unter, wurde aber 1998 in Argentinien gefasst und in Deutschland verurteilt. Im Oktober 2013 wurde er aus dem Gefängnis entlassen.

Der am Dienstagmorgen in den Niederlanden festgenommene Mann ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln dringend verdächtig, in den Jahren 2018 und 2019 an Überfällen auf Geldtransporter in Köln-Godorf, am Flughafen Köln/Bonn und in Frankfurt am Main beteiligt gewesen zu sein.

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AFP/Redaktion
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