Bundesregierung verurteilt Raketenangriffe auf Israel aus dem Gazastreifen scharf

Bundeskanzleramt
Bundeskanzleramt

Die Bundesregierung hat die jüngsten Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel „auf das Schärfste“ verurteilt. Die Angriffe seien „durch nichts zu rechtfertigen und müssen sofort aufhören“, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin am Sonntag. Am Freitag waren aus dem Gazastreifen 36 Raketen auf Israel abgefeuert worden. Israels Armee reagierte mit Vergeltungsschlägen auf Ziele der radikalislamischen Hamas in dem Küstenstreifen.

Der Sprecher äußerte sich auch zu den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei in Jerusalem in den vergangenen Tagen. „Besonnenheit und das Bemühen um Deeskalation müssen jetzt Priorität haben“, forderte er.

„Alle Seiten“ müssten ihren Beitrag leisten, um die Situation zu deeskalieren „und nicht denjenigen das Feld zu überlassen, die zu Gewalt greifen oder aufrufen“, mahnte der Sprecher weiter. Nur eine politische Lösung des Konflikts werde „allen Israelis und Palästinensern auf Dauer ein Leben in Frieden und Sicherheit ermöglichen“.

In Jerusalem hatte es am Samstagabend den dritten Tag in Folge gewaltsame Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gegeben. Zuvor hatten eine Reihe von Videos die Spannungen zwischen muslimischen Palästinensern und jüdischen Israelis angeheizt. Auf den Videos war zu sehen, wie junge Araber ultra-orthodoxe Juden angreifen und wie jüdische Extremisten nachts Araber auf der Straße schikanieren. Bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und Anhängern der rechtsextremistisch-jüdischen Lahava-Organisation in Jerusalem waren am Donnerstag 120 Menschen verletzt worden.

Anzeige

Anzeige

Avatar-Foto
Über Redaktion 29645 Artikel
Hier schreiben und kuratieren die Redakteure der Redaktion des Nürnberger Blatt und FLASH