Ex-Nationalspieler Metzelder gesteht Besitz und Weitergabe von Kinderpornografie

Die Justitia - ein Symbol der Rechtsstaatlichkeit
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Im Prozess um den Besitz und die Weitergabe von Kinderpornografie hat der ehemalige Profifußballer Christoph Metzelder ein Geständnis vor dem Düsseldorfer Amtsgericht abgelegt. „Ich habe auf frei zugänglichen Internetseiten inkriminierte Bilder besorgt, Screenshots gemacht, ich habe im Chat Extremfantasien ausgetauscht“, sagte der 40-Jährige am ersten Verhandlungstag.

Die Faszination habe „in der Grenzüberschreitung gelegen“, nicht in den Darstellungen schwersten sexuellen Missbrauchs selbst, sagte Metzelder. Es habe weder Übergriffe gegenüber Kindern und Jugendlichen gegeben, noch seien welche geplant gewesen. „Das hat ausschließlich in einer digitalen Parallelwelt stattgefunden“, sagte der 40-Jährige.

Er habe die Dateien verschickt, „obwohl ich weiß, welches unsägliche Leid gegenüber Kindern hinter jeder Datei steckt“. Er werde die Strafe akzeptieren. Die Anwesenden bat er stellvertretend für alle Opfer sexueller Gewalt um Entschuldigung. „Ich hinterlasse eine Wunde, die niemals verheilen wird“, sagte Metzelder. „Damit werde ich für den Rest meines Lebens leben müssen.“

Die Vorsitzende Richterin Astrid Stammerjohan schloss anschließend die Öffentlichkeit zur Sichtung der Beweise vom Prozess aus. Zuvor hatte sie dem 40-Jährigen ein Strafmaß von zehn bis zwölf Monaten auf Bewährung in Aussicht gestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Nationalspieler die Verbreitung von Kinderpornografie in 29 Fällen sowie den Besitz von kinder- und jugendpornografischen Dateien vor.

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