Gericht in Mexiko erklärt Cannabis-Verbot für verfassungswidrig

Symbolbild: Marihuana - Bild: LittleIvan via Twenty20
Symbolbild: Marihuana - Bild: LittleIvan via Twenty20

Der Oberste Gerichtshof Mexikos hat das Verbot des Konsums von Marihuana für verfassungswidrig erklärt. „Heute ist ein historischer Tag für die Freiheitsrechte“, sagte der Präsident des Gerichtes, Arturo Zaldívar, am Montag (Ortszeit). Zuvor hatte das Parlament eine Frist des Gerichtes für eine gesetzliche Regelung zur Legalisierung des Marihuana-Konsums am 30. April verstreichen lassen.

Die Entscheidung legalisiert nicht grundsätzlich den Konsum von Cannabis-Produkten. Sie vereinfacht es Konsumenten aber, eine Genehmigung der staatlichen Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) einzuholen.

Ein Gesetz zur Legalisierung von Cannabis ist vom Parlament geplant, bisher konnten sich die beiden Parlamentskammern jedoch nicht auf eine Version einigen.

Nur wenige Länder wie Uruguay und Kanada haben Cannabis für den Freizeitkonsum legalisiert. Mit seinen 126 Millionen Einwohnern würde das lateinamerikanische Land im Falle einer Freigabe zum größten legalen Cannabis-Markt der Welt.

Das Gesetzesvorhaben zielt auch darauf ab, die Drogenkriminalität im Land, durch die jedes Jahr tausende Menschen zu Tode kommen, einzudämmen. Bislang kontrollieren die mächtigen Drogenkartelle den lukrativen illegalen Handel mit Marihuana. 2020 beschlagnahmten die mexikanischen Behörden 244 Tonnen der Droge.

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