Öffentliche Verschuldung steigt im ersten Quartal auf über 2,2 Billionen Euro

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Die Summe der öffentlichen Schulden in Deutschland ist im ersten Quartal des laufenden Jahres erstmals über 2,2 Billionen Euro gestiegen. Vor allem die Ausgaben für die Corona-Krisenmaßnahmen hätten die Schulden in die Höhe getrieben, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Demnach erhöhten sich die Verbindlichkeiten des Staates und der Sozialversicherungen im Vergleich zum Vorquartal um 1,5 Prozent oder 33,6 Milliarden Euro auf 2,205 Billionen Euro.

Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres 2020 bedeutete das nach Angaben des Bundesamt einen Zuwachs von 12,8 Prozent oder 250,0 Milliarden Euro. Verursacht worden sei die Entwicklung vor allem durch die Maßnahmen von Bund und Ländern zur Bewältigung der Corona-Pandemie.

In die Statistik fließen die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen am sogenannten nicht-öffentlichen Kreditmarkt ein. Gläubiger sind etwa Banken.

Den vorläufigen Auswertungen zufolge stieg die Verschuldung auf allen Ebenen des Staates mit Ausnahme der Sozialversicherungen. Den höchsten Zuwachs verzeichnete der Bund mit einem Plus von zwei Prozent. Auf diesen entfiel mit 1,43 Billionen Euro auch der größte Anteil an den Gesamtschulden. Die Verbindlichkeiten der Länder erhöhten sich um 0,6 Prozent auf 0,64 Billionen Euro.

Die Entwicklung in den Bundesländern im ersten Quartal war dabei jedoch nicht einheitlich. So stieg der Schuldenstand in Berlin und Sachsen-Anhalt mit 3,9 Prozent sowie in Nordrhein-Westfalen mit 3,4 Prozent am stärksten. Bremen senkte seine Verschuldung hingegen um 12,8 Prozent. Schleswig-Holstein vermeldete laut Bundesamt einen Rückgang um 3,3 Prozent und Bayern um 2,7 Prozent.

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